ÖPNV

Bedburg-Hau verbessert die Mobilität – durch Mitfahr-Treffs

In den Ortsteilen Huisberden, Louisendorf, Schneppenbaum und Hau werden Mitfahrerbänke aufgestellt. Sie werden besonders gekennzeichnet.

In den Ortsteilen Huisberden, Louisendorf, Schneppenbaum und Hau werden Mitfahrerbänke aufgestellt. Sie werden besonders gekennzeichnet.

Foto: Michael Erps / Privat

Bedburg-Hau.  Bedburg-Hau stellt Mitfahrerbänke auf. Auch ein Bürgerbussystem ist wieder auf dem Prüfstand.

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Der Rat der Gemeinde Bedburg-Hau hat beschlossen, dass sogenannte Mitfahrerbänke aufgestellt werden sollen. Damit wird nun ein Antrag der FDP-Fraktion aus Juli 2018 in die Tat umgesetzt. „Die Mitfahrerbänke dienen der persönlichen Mobilität einzelner Menschen und ergänzen den öffentlichen Personennahverkehr“, erläutert der FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Hendricks den Antrag aus dem letzten Jahr.

„Die Mitfahrerbänke können und sollen von allen Personen von jung bis alt genutzt werden, insbesondere von denen, die über kein eigenes Auto verfügen.“ Eine moderne Art, Anhalter zu sein.

Wer mitgenommen werden will, setzt sich einfach hin und wartet

Laut Ratsbeschluss (9. Juli) werden nun in den Ortschaften Louisendorf und Huisberden Bänke aufgestellt, die eine entsprechende Beschilderung erhalten. In Hau und Schneppenbaum sollen bestehende Bänke genutzt werden. Wer mitgenommen werden will, setzt sich einfach hin und wartet auf einen Autofahrer, der Platz hat und Mitfahrer begrüßt. „Gerade im ländlichen Raum, stößt der öffentliche Personennahverkehr schon mal schnell an seine Grenzen. Wir halten diese Mitfahrerbänke für eine gute Ergänzung und hoffen auf eine hohe Akzeptanz und Teilnahme der Bevölkerung.“, so Marcel Erps von der FDP-Fraktion.

Für die Freidemokraten ist das Thema Mobilität ein zentraler Punkt, der in nächsten Jahren verbessert und ausgebaut werden müsse, auch hinsichtlich einer besseren Ökobilanz des ÖPNV.

Vor einigen Jahren gab es keinen Bedarf an einem Bürgerbussystem

Bereits 2006 und 2008 hatten sie im Gemeinderat die Einführung eines Bürgerbussystems vorgeschlagen. „Leider gab es keinen Bedarf“, erinnert sich Hendricks an Bedarfsermittlungen durch die Ortsvorsteher. Ein Bürgerantrag machte das Thema wieder aktuell. Jetzt beschäftigt sich der Seniorenbeirat damit und wird dem Rat eine Empfehlung geben.

Marcel Erps sieht klare Vorteile: „Der Bürgerbus kann Fahrstrecken ergänzend zum regulären ÖPNV anbieten und alle Ortschaften der Gemeinde besser verbinden. Wenn zukünftig immer mehr Menschen auf ihr Auto verzichten wollen, brauchen wir starke und verlässliche Alternativen. Das vor allem im ländlichen Raum.“

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