Flächenbrände

Bedburg-Hauer Feuerwehr bekämpfte Großfeuer in Louisendorf

Der größte Flächenbrand in Bedburg-Hau seit Jahren: Eine Fläche von 10 000 Quadratmetern brannte auf einem Feld in Louisendorf.

Der größte Flächenbrand in Bedburg-Hau seit Jahren: Eine Fläche von 10 000 Quadratmetern brannte auf einem Feld in Louisendorf.

Foto: Feuerwehr Bedburg-Hau

Bedburg-Hau.   Zwei Brände auf Feldern hielten die Bedburg-Hauer Feuerwehr in Atem. An der Pfalzdorfer Straße standen rund 10 000 Quadratmeter in Flammen.

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Es waren nur wenige Tropfen auf dem heißen Stein, genauer auf dem trockenen Feld, die am Montagnachmittag mancherorts im Kreis Kleve aus dem wolkenverhangenen Himmel fielen. Für die Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau bedeutete der sehr kurze Regen jedenfalls keine Hilfe. Die Einsatzkräfte mussten am Montag gleich zwei Großfeuer auf Feldern in Louisendorf bekämpfen, die jeweils durch eine in Brand geratene Strohpresse ausgelöst worden waren.

Um 14.46 Uhr rückte die Feuerwehr an die Pfalzdorfer Straße aus, wo nicht nur ein Stoppelfeld auf einer Fläche von zunächst 500 Quadratmetern brannte, sondern auch 20 bis 30 große Strohballen Feuer fingen. Der Brand breitete sich wegen der extremen Trockenheit der vergangenen Wochen schnell auf eine Größe von 10 000 Quadratmetern aus – der größte Flächenbrand seit einigen Jahren in Bedburg-Hau.

„Für die Feuerwehr war das eine große Herausforderung“, sagte Pressesprecher Michael Hendricks. „Glücklicherweise haben die Landwirte mit ihren Ackergeräten aktiv geholfen und Schneisen ins Feld geschlagen, um eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern.“ Auch aus Uedem kam Unterstützung für die knapp 30 Bedburg-Hauer Einsatzkräfte: Die Freiwillige Feuerwehr aus der Nachbargemeinde stellte einen Tankanhänger mit 30 000 Litern Wasser zur Verfügung. Nach rund drei Stunden war der Einsatz unter der Leitung der Gemeindebrandinspektoren Stefan Veldmeijer und Klaus Elsmann beendet.

Zuvor hatten beide bereits ein Bedburg-Hauer Großaufgebot angeführt, das zu einem Flächenbrand an die Hauptstraße nach Louisendorf ausrücken musste. Um 11.39 Uhr war der Brand eines Feldes gemeldet worden, ausgelöst ebenfalls von einer

Strohpresse, die Feuer gefangen hatte. Der Landwirt hatte dies bemerkt und die brennende Presse geistesgegenwärtig in ein Maisfeld gefahren, um die Brandausbreitung einzudämmen. Verhindern konnte er jedoch nicht, dass die Presse vollständig ausbrannte und die Flammen auf ein angrenzendes Weizenfeld übergriffen.

Großaufgebot mit 60 Einsatzkräften

Etwa 60 Einsatzkräfte aus fünf Einheiten benötigten gut eineinhalb Stunden, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Neben dem Wassereinsatz von wasserführenden Löschfahrzeugen zogen die Feuerwehrleute auch eine Schneise ins Feld und konnten das Feuer so auf 400 Quadratmeter beschränken. Um den Grundschutz für Brände und technische Hilfeleistungen in der Gemeinde sicherzustellen, wurden zwei Einheiten der Feuerwehr Bedburg-Hau in Bereitstellung versetzt.

„Gott sei Dank häufen sich die Bränden nicht an jedem Tag derart“, sagte Feuerwehr-Pressesprecher Michael Hendricks. „Als Freiwillige Feuerwehr sind wir auf verständige Chefs und Kollegen angewiesen, die erkennen, dass wir einen Dienst für die Allgemeinheit leisten. An sie geht unser Dank.“

Hendricks appellierte an die „Vernunft“ der Bürger, in dieser Trockenperiode „vorsichtig“ zu sein. Es gelte, das Rauchverbot in Wald und Flur zu achten, Zigarettenkippen nicht aus dem Autofenster zu werfen, nur auf nicht brennbaren Untergründen zu parken und Zufahrten als wichtige Rettungswege frei zu halten. „Die Landwirte sollten ebenfalls sensibilisiert sein und bei ihren Maschinen genau auf mögliche technische Störungen achten, damit die Geräte nicht heiß laufen. Im Notfall müssen dann alle schnell reagieren“, so Hendricks.

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