Naturschutz

Beliebte Fußgängerbrücke in Kellen wird erneuert

Die Brücke in Kellen ist seit Wochen gesperrt. 

Die Brücke in Kellen ist seit Wochen gesperrt. 

Foto: Grüne Kleve

Kleve.  Die Grünen wollten auch Gewässerqualität eines Teichs an der Mühlenstraße verbessern. Verwaltung sah keine Veranlassung.

Seit geraumer Zeit ist eine beliebte Fußgängerbrücke an der Mühlenstraße / Heinrich-Bause-Straße in Kleve-Kellen gesperrt. Auch der Zustand des Teiches ist nach Auffassung der Klever Grünen besorgniserregend: In den Sommermonaten sei die ökologische Qualität des Teiches aufgrund von Algen, Sauerstoffmangel und Wasser-Verlust schlecht. Die Grünen forderten daher eine Renaturierung des Teiches, durch naturnahe Uferstrukturen mit Natursteinen und Drahtgitterkörben. Auch sollte man verstärkt auf Teichrosen setzen, um die Wasserqualität zu verbessern.

Teiche überprüfen

In einem Antrag an die Bürgermeisterin forderten die Grünen ferner einen Sachstandsbericht über die Qualität aller Teiche und Wasserflächen in Kleve.

Tiefbauamtsleiter Bernhard Klockhaus sagte, dass er aus dem Antrag der Grünen „nicht schlau geworden“ sei. Bei dem Gewässer handele es sich nicht um einen Naturteich, sondern um ein Regenrückhaltegewässer. „Das Gewässer ist schon naturnah ausgebaut worden“, sagte Klockhaus. Es sei bereits alles so vorhanden, wie die Grünen es sich wünschen würden. Das Algenproblem trete in der Tat im Sommer häufiger auf.

Die gesperrte Brücke sei bereits untersucht worden. Sie sei nicht mehr sicher und musste daher für die Benutzung gesperrt werden. Die erforderlichen Planungskosten habe man bereits über den neuen Haushalt für 2020 finanziell abgesichert. Die Brücke werde neu errichtet, sagte Klockhaus.

Besser kommunizieren

Werner Verhoeven (CDU) bat darum, künftig solche Brückensperrungen besser zu kommunizieren. „Das ist für Fußgänger eine beliebte Strecke. Da wird dann alles abgesperrt und keiner weiß warum.“

Baudezernent Jürgen Rauer bat darum, nicht alle Gewässer untersuchen zu müssen: „Wir haben auf dem Stadtgebiet Hunderte“, sagte er. Die Grünen haben ihren Antrag letztlich zurückgezogen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben