Wirtschaft

Bergsch geht in den Ruhestand

Spectro-Geschäftsführer Manfred Bergsch geht in den Ruhestand.

Spectro-Geschäftsführer Manfred Bergsch geht in den Ruhestand.

Foto: Kleve

Kleve.   Der langjährige Geschäftsführer von Spectro übergibt zum 1. Juli das Spezial-Unternehmen für Analysegeräte an ein dreiköpfiges Führungsteam

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Am 1. Juli tritt Spectro-Geschäftsführer Manfred Bergsch in den Ruhestand. Bergsch war knapp 32 Jahre lang bei dem Klever Unternehmen beschäftigt, davon 18 Jahre lang als Geschäftsführer und in den letzten zehn Jahren als Alleingeschäftsführer des weltweit aktiven Herstellers von Messinstrumenten für die Elementanalytik. Das US-amerikanische Technologieunternehmen Ametek ist seit 2005 die Muttergesellschaft von Spectro. Unter der Führung von Bergsch entwickelte sich das Unternehmen in vielen Teilmärkten der Analytik zum Technologie- und Marktführer.

Die Nachfolge von Manfred Bergsch tritt ein Führungstrio an: Michael Privik (51) und Rolf Singendonk (58) werden zu Geschäftsführern ernannt. Beide sind langjährige Führungskräfte bei Spectro. Privik war bisher als Prokurist für den weltweiten Vertrieb zuständig, Singendonk leitete ebenfalls als Prokurist den Bereich Finanzen. An der Spitze des Führungstrios steht Nick Grant (46), der als Leiter der Material Analysis Division von Ametek den Übergang in der Geschäftsführung eng begleiten wird.

„Nach 44 Jahren Erwerbstätigkeit, davon 18 Jahren als Geschäftsführer, habe ich entschieden, dass es Zeit ist, aufzuhören und etwas Neues anzufangen – den Ruhestand“, erklärt Manfred Bergsch. Bei seiner Verabschiedung verwies er auf den „ewigen Außenminister“ Hans-Dietrich Genscher und darauf, dass er lieber rechtzeitig aufhören möchte: „Ich will nicht warten, bis ein weiterer Ötzi aufgetaut wird und als erstes die Frage stellt, ob dieser Bergsch immer noch der Chef von Spectro ist.“ Der 61-Jährige will jetzt die Enkelkinder verwöhnen und mehr Zeit mit seiner Frau, seinen Kindern und seinen Hobbies verbringen.

Ausbildung zum Radiotechniker

Der Geschäftsführer blickt auf eine ungewöhnliche Karriere zurück: Am Anfang standen keine akademischen Weihen, sondern eine Ausbildung zum Radio- und Fernsehtechniker, gefolgt von Fortbildungen auf allen Gebieten. „Ich bin fest davon überzeugt, dass auch heute noch solche Karrieren möglich sind“, betont Manfred Bergsch.

Nach der Gründung 1979 brauchte Spectro sieben Jahre bis zur Auslieferung der ersten 1 000 Spectrometer. Dagegen wurden in den letzten sieben Jahren 15 000 Analysegeräte geliefert. Dieser Erfolg rührt auch daher, dass das Unternehmen unter der Leitung von Manfred Bergsch mit dem Aufbau eines weltumspannenden Niederlassungsnetzes die Internationalisierung des Unternehmens vorangetrieben hat. In Bergschs Anfangszeit als Geschäftsführer betreute Spectro lediglich die Kernmärkte in Mitteleuropa und den USA über eigene Niederlassungen. Heute hat das Unternehmen weitere Niederlassungen in China, Südafrika, Indien, Skandinavien und Japan.

Die neue Geschäftsleitung will den bisherigen Innovations- und Wachstumskurs beibehalten. „Dank Manfred Bergsch hat sich Spectro international eine Spitzenposition erarbeitet“, betont Nick Grant. „Mit aufsehenerregenden neuen Geräten und Kundennähe werden wir weiter investieren und wachsen.“

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