Kleve.

Beth HaMifgasch ist auf den Weg gebracht

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Kleve. Mit der Vereinsgründung wurde Beth HaMifgasch, das Haus der Begegnung, auf den Weg gebracht. Am 28. November fand in festlichem Rahmen die erste Mitgliederversammlung des neuen Vereins „Haus der Begegnung – Beth HaMifgash“ statt. Der Saal im Kolpinghaus war gut gefüllt, über 80 Interessenten waren gekommen, und gleich am ersten Abend unterschrieben über 60 von ihnen die Mitgliederlisten und beteiligten sich an der Wahl des ersten Vorstands.

Die gesamte Liste wurde fast einstimmig gewählt: Ron Manheim, Kunsthistoriker mit „Migrationshintergrund“ aus einer Amsterdamer jüdischen Familie, hatte die erste Initiative zu dem Projekt und dem Verein ergriffen und ist nun dessen erster Vorsitzender.

Sein Stellvertreter ist Thomas Ruffmann, Fachbereichsleiter an der Klever VHS. Für die Geschäftsführung war ein Kandidat mit ausgewiesener Managementerfahrung gefragt – und in Person von Joachim Schmidt, im Hauptberuf Caritas-Geschäftsführer und stellvertretender Klever Bürgermeister, auch gefunden. Schatzmeister ist nun Henk van der Zand, freier Kulturmanager in Nijmegen.

Beisitzer wurden: Eva Maria Delbeck, Josefine Frank, Nils Looschelders, Alina Titova und Hans Vlaskamp. Drei Tage zuvor, am 25. November, hatten acht Mitglieder des ehemaligen Arbeitskreises bereits die formelle Vereinsgründung durch ihre Unterschrift unter die Satzung vollzogen. Somit ist der Verein nun aus der Taufe gehoben und die Eintragung ins Vereinsregister kann folgen.

Ron Manheim bedankte sich für das Vertrauen und skizzierte die nächsten auf den Verein zukommenden Aufgaben: Gründung einer Stiftung zur Finanzierung von Bau und Betrieb des Hauses und – schon sehr bald – die Organisation eigener Veranstaltungen, um die Idee erlebbar zu machen und möglichst schnell viele Mitglieder zu gewinnen. Was das Besondere an dem neuen Verein ist, zeigte sich schon in dem festlichen Charakter der Gründungsversammlung. Das Duo Carina Majkowski/Amir Nasr sang jiddische, sephardische und mazedonische Lieder sowie zum Abschluss ein populäres russisches Lied mit dem beziehungsreichen Titel „Auf einem langen Weg fahren wir mit der Troika“ …

Manja Pach hielt die abschließende Festrede. Sie berichtete von drei großen Projekten, die sie als Initiatorin mit auf den Weg gebracht hat: der Gedenkstätte Lager Westerbork, dem Etty-Hillesum-Centrum in Deventer und der Alten Synagoge in Dieren bei Arnhem.

Weitere Informationen zur Mitgliedschaft und zum Programm auf www.hdb-kleve.de

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