Politik

Britta Schulz möchte gewinnen

Britta Schulz will Bürgermeisterin in Kalkar werden.

Britta Schulz will Bürgermeisterin in Kalkar werden.

Foto: NRZ

Kalkar.   Kalkarerin möchte am Sonntag die Bürgermeisterwahl gewinnen. Die Leistung von Amtsinhaber Gerhard Fonck sei nach 16 Jahren bescheiden

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Über die Kritik, sie sei für das Amt des Bürgermeisters fachlich und charakterlich nicht geeignet, kann Britta Schulz mittlerweile nur noch müde lächeln: „Ich bin kein Verwaltungsfachmann, sicherlich. Aber ich bin in der Lage mich einzuarbeiten und ich bin auch jemand, der um Rat fragen kann. Die Verwaltung hat 66 Mitarbeiter, die ihre Arbeit gut machen“, sagt sie im Gespräch mit der NRZ. Und geht sogleich zum Angriff über: „Wenn ich sehe, was der Verwaltungsfachmann Gerhard Fonck in 16 Jahren zustande gebracht hat, ist das schon mager. Wir haben viele unzufriedene Bürger, wir haben hohe Schulden und viele unserer Gebäude müssen erneuert werden – denken sie nur an die Feuerwehren und die Brücken. Das Ergebnis ist doch bescheiden“.

Britta Schulz verspricht, vor der Stichwahl am kommenden Sonntag noch einmal alles zu geben. Sie möchte sich auf keinen Fall in Sicherheit wiegen. „Ich kann nicht davon ausgehen, dass diejenigen, die am 13. September für einen Wechsel gestimmt haben, nun zwangsläufig mich wählen“, sagt sie. Wichtig sei es, die Wähler in Kalkar noch einmal an die Urne zu bekommen: „Ich denke, dass der Zeitpunkt gekommen ist, dass unverbrauchte Leute mit einem unvoreingenommenen Blick die Geschäfte im Rathaus führen. Und nicht sofort bei allem rufen: „Ach, das geht nicht“ und „Das haben wir schon gehabt“.

Dass die SPD sich gespalten hat, sieht Schulz als ein positives Zeichen: „Es ist gut, dass die SPD mich nun unterstützt. Ich denke, dass jetzt auch im Rat ein neuer Wind wehen wird. Die SPD ist nicht mehr die Mehrheitsbeschafferin der CDU. In der SPD hat eine Erneuerung stattgefunden. Dies brauchen wir auch in der CDU“, so Schulz. Dass die Christdemokraten den altgedienten Theo Reumer in den Rat nachrücken lassen, sei doch symptomatisch für den Zustand der Partei, so Schulz.

Die bisherige Arbeit des Forums sei beachtlich. Es sei gelungen, den Stimmenanteil der letztjährigen Kommunalwahl zu halten und auszubauen. Die Fraktion habe sich in die Ratsarbeit stark reingekniet. 18 Anträge habe das Forum gestellt, die CDU lediglich drei: „Und das waren die Neubesetzung des Schulausschusses, die freie Schwimmbadbenutzung für Feuerwehrleute und die Änderung der Richtlinien zur Nutzung des Ratssaales“, bemerkt Schulz. Überlebenswichtig seien alle drei Anträge nicht gewesen.

Kein Weltuntergang

Auch wenn Gerhard Fonck den Weltuntergang herbeischreie: „Ein Bürgermeister ist kein König“, sagt Britta Schulz: „Wir haben den Rat, wir haben eine gute Verwaltung, wir haben die Bürger, die sich einbringen. Ein Bürgermeister muss nicht alles allein entscheiden. Dass wir hier an seiner Leistungsbilanz kratzen - darüber lache ich mich kaputt.“

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