Bürger sollen mitreden dürfen

Kalkar.   Spruchreif ist das Integrierte Handlungskonzept für die Innenstadt von Kalkar zwar noch nicht, so dass der Bau- und Planungsausschuss am Donnerstag bereits konkrete Beschlüsse hätte fassen können. Doch nannte Baudezernent Frank Sundermann bereits einige Eckpunkte, die darin eine Rolle spielen werden. Gemeinsam haben eine Lenkungsgruppe und das Planungsbüro Junker und Kruse in Dortmund ein Konzept erarbeitet, das sich mit baulichen Verbesserungsmöglichkeiten im Stadtkern beschäftigt.

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Spruchreif ist das Integrierte Handlungskonzept für die Innenstadt von Kalkar zwar noch nicht, so dass der Bau- und Planungsausschuss am Donnerstag bereits konkrete Beschlüsse hätte fassen können. Doch nannte Baudezernent Frank Sundermann bereits einige Eckpunkte, die darin eine Rolle spielen werden. Gemeinsam haben eine Lenkungsgruppe und das Planungsbüro Junker und Kruse in Dortmund ein Konzept erarbeitet, das sich mit baulichen Verbesserungsmöglichkeiten im Stadtkern beschäftigt.

Dabei geht es unter anderem um eine bessere Verkehrsführung in der Altkalkarer Straße, den barrierefreien oder zumindest barrierearmen Umbau des historischen Marktplatzes, der mit seinem Kopfsteinpflaster für gehbehinderte Menschen sicherlich Hindernisse birgt, oder um die Gestaltung des öffentlichen Grüns. Mit dem fertigen Konzept kann die Stadt sich später an die Bezirksregierung wenden, die einzelne Maßnahmen je nach Umsetzbarkeit mit rund 60 Prozent fördert – eine gute Gelegenheit für die Kommunen, bauliche Modernisierungen in Angriff zu nehmen, die sonst schwer finanzierbar wären. „Wir sind da spät dran. Viele Kommunen haben schon ein Integriertes Handlungskonzept aufgestellt“, sagt Sundermann, doch sei Kalkar immer noch gut im Zeitplan. Bis zum 1. Dezember dieses Jahres muss das Konzept bei der Bezirksregierung vorliegen.

Die Kalkarer sollen dabei durch ein Bürgerbeteiligungsverfahren mit einbezogen werden. Bei einer Einführungsversammlung wollen Vertreter aus Politik und Verwaltung den Bürgern die verschiedenen Themen vorstellen und ihre Meinungen dazu einholen sowie weitere Ideen sammeln. „Dazu müssen wir raus auf die Straße“, ist Bürgermeisterin Dr. Britta Schulz überzeugt. „Es wäre nicht zeitgemäß, das im Ratssaal zu veranstalten.“

Im Sommer will der Bau- und Planungsausschuss dann ein weiteres Mal tagen, um das Integrierte Handlungskonzept zu beschließen. Dabei müsse man auch berücksichtigen, ob die Wünsche der Bürger planungsrechtlich auch umsetzbar sind, betont Sundermann. „Wenn Sie den historischen Marktplatz komplett asphaltieren möchten, bekommen Sie wahrscheinlich Probleme mit dem Denkmalschutz. Das Konzept sei dabei nur eine grobe Rahmenplanung; die baulichen Maßnahmen müssten peu à peu in einem Zeitraum von fünf bis acht Jahren umgesetzt werden.

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