Bürgergruppe wünscht Stolpersteine in Kalkar

Kalkar.   Für den „Ausschuss für Bürgerbeteiligung und Gemeinwesen“ am Donnerstag, 19. Oktober, schlägt die Interessengemeinschaft „Stolpersteine in Kalkar“ vor, mahnende Gedenktafeln an jüdische verfolgte Mitbürger auch im öffentlichen Raum der Stadt Kalkar zu verlegen. Der Rat könnte das am 9. November beschließen. In vielen Städten des Kreises Kleve – und in 1100 Orten Europas – sind die goldenen kleinen Tafeln in Bürgersteigen eingelassen. Sie nennen Namen und Daten von Opfern des Nationalsozialismus. Die Initiative erinnert, dass es zu Beginn der NS-Zeit noch 15 jüdische Familien in der Stadt gab. Ihre ehemaligen Wohnorte sind bekannt. Erinnert werden solle an das Schicksal der Opfer der sogenannten Euthanasie, politisch Verfolgter, Roma und Sinti, Homosexueller und Zeugen Jehovas sowie an die Überlebenden. „Hier gilt es im Verlauf in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen und dem Stadtarchiv in Kalkar Auskünfte einzuholen“, schreibt die Bürgergruppe. Ihr sei bewusst, dass es in Kalkar mit der Thorarolle an Vyth-Spier-Platz, der Tafel an der Hanselaerer Straße und dem Gedenkstein am Stadtpark bereits drei Gedenkstätten für jüdische Opfer gebe, doch Stolpersteine seien persönlicher. Die „früheren Vereins- oder Schulkameraden“ kehrten damit „wieder in die Stadt zurück“. Das gebe einen besonderen „Impuls zum Nach-Denken“ und wirke auch auf junge Leute wider das Vergessen. Die Kosten pro Stein, vom Künstler Gunter Demnig verlegt, betragen 120 Euro. Das solle über Patenschaften und Sponsoren finanziert werden. Erste Verlegung solle möglichst im November 2018 erfolgen, 80 Jahre nach Zerstörung der Synagoge.

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