Wochenendhaussiedlung

Streit um Dauerwohnen - Bürgerinitiative Oybaum gegründet

Die Siedlung Oybaum habe keinen Ferienhauscharakter, sagen die Bewohner.

Die Siedlung Oybaum habe keinen Ferienhauscharakter, sagen die Bewohner.

Foto: AG

Kalkar.   Immobilieneigentümer und Bewohner in Kalkarer Siedlung wollen dafür kämpfen, das dauerhafte Wohnen im Wochenendhausgebiet zu legalisieren.

Rund 130 Bewohner und Immobilieneigentümer des Wochenendhausgebietes Oybaum in Kalkar Hönnepel trafen sich jetzt zur Gründungsversammlung der Bürgerinitiative Oybaum, die es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht hat, das dauerhafte Wohnen im Oybaum zu legalisieren.

Schon vor mehr als 30 Jahren wurde das Sondergebiet Oybaum aktiv von verschiedenen Investoren in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Kalkar entwickelt und vermarktet als „Wohnkultur am See“ im idyllischen Siedlungsgebiet mit eigenem Seezugang, erinnern die Aktiven. „Das Gebiet ist besser erschlossen als so manch anderer Ortsteil der Stadt Kalkar“, sagt Egbert Peters, Sprecher der Bürgerinitiative Oybaum.

Unterstützung im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten

Da ein bereits gestellter Antrag auf Dauerwohnen sowie diverse Stellungnahmen zu diesem Thema weder im letzten Ausschuss für Bauen, Planen, Verkehr und Umwelt noch in der Ratssitzung beraten wurden, hat die Bürgerinitiative jetzt einen Antrag eingereicht, der am 15. Mai im Ausschuss für Bürgerbeteiligung beraten wird.

Bürgermeisterin Dr. Britta Schulz und Oberbaurat Frank Sundermann hätten in einem ersten Gespräch mit Vertretern der Bürgerinitiative Oybaum ihre Unterstützung im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten zugesichert. Als nächster Schritt seien nun weitere Gespräche mit Vertretern der Parteien, dem Kreis Kleve, der Bezirksregierung Düsseldorf und dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes NRW geplant.

Die Siedlung bestehe aus ausgebauten Straßen mit Beleuchtung, Gas-, Wasser- und Stromanschluss, städtischer Kanalisation, Müllabfuhr, schnellen Internet. Die 125 freistehenden Häuser seien fast alle Stein auf Stein über Jahrzehnte hinweg gebaut. In gutem Glauben und ohne Einwände der Stadt Kalkar haben sich bis zum Stichtag 5. April 2017 rund 95 Prozent der Bewohner des Oybaums dort mit erstem Wohnsitz angemeldet. Es sei weniger bekannt, dass in der Vergangenheit seitens der städtischen Verwaltung Aussagen getroffen und sogar Bescheinigungen ausgestellt worden seien, die das dauerhafte Wohnen dort als statthaft darstellten (die NRZ beichtete). Laut Aussage der Behörden sei ein Recht auf Dauerwohnen in Sondergebieten jedoch nicht gegeben.

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