Schleuse Brienen

Bürgermeisterin Northing: Ich will die Schleuse unbedingt!

Die Schleuse Brienen

Die Schleuse Brienen

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kleve.   Sie wünscht eine Machbarkeitsstudie und fragt: Trüge der Bund noch 50 Prozent der Baukosten, die bei einer Sanierung in Aussicht gestellt waren?

„Ich will die Schleuse unbedingt! Sie ist mit das attraktivste, was wir haben als ‘Stadt am Wasser’,“ sagt Bürgermeisterin Sonja Northing der NRZ. „Es ist bedauerlich, dass der Deichverband jetzt in die Planung gehen muss und wir das nicht abstimmen können.“

Nach Absprache mit der Wasser- und Schifffahrtsdirektion in Bonn sei das Gutachten in Auftrag gegeben worden, das ihr seit 24. April vorliege. Demnach habe das Bauwerk noch zehn Jahre Standsicherheit, allerdings nur ohne Betrieb.

Treffen mit Gutachtern Anfang Juni

Mit den Gutachtern will die Verwaltung Anfang Juni vor Ort klären, ob eine Sportbootschleuse möglich ist, an gleicher Stelle oder anderswo. Was würde das kosten? „Wir waren auch in Brüssel, um die Förderkulisse zu klären“. Northing verhandele nun, ob das Angebot noch gilt, dass der Bund 50 Prozent einer funktionierenden Schleuse übernähme? Das war gemacht worden, als man an Sanierung glaubte.

„Es war mal von 20 Millionen Euro für eine große Schleuse und 10 Millionen für eine kleine Sportbootschleuse die Rede. Aber das sind keine verifizierten Zahlen,“ sagt Northing der NRZ. „Das Projekt, dass eine Stadt eine Schleuse kauft, gibt es wohl bisher noch nicht“, nur das Land Niedersachsen und ein Landkreis.

Spoykanal und Altrhein der Stadt zum Kauf angeboten

Für Northing ist der Abriss noch nicht ganz sicher, weil es ein Denkmal ist. Der Bund hatte der Stadt Kleve auch den Spoykanal zum Kauf angeboten, dann in „ordnungsgemäßem Zustand“ mit renaturierten Ufern. Gelte das dann auch? Drittens bot der Bund in dem Zusammenhang auch den Altrhein zum Kauf an, in ausgekiestem Zustand – „voriges Jahr haben sie nicht ausgebaggert“, sagt Northing.

Kann Kleve die Betriebskosten und Folgekosten für die Gewässer mit ins Spiel bringen? fragt sie sich. „Wir müssen eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben“, ist für sie deutlich.

USK und Deichverband stimmen Mährhythmus ab

Zur Verkrautung des Spoykanals / Kermisdahls reicht sie Informationen nach: „Ich habe alle an einen Tisch geholt.“ Erstmals würden sich jetzt Deichverband und USK (Umweltbetriebe der Stadt) mit Geräten, Einsätzen und Mährhythmus abstimmen. Die Algenblüte habe nicht unbedingt mit der Schleuse zu tun.

Übrigens hätten die USK nach dem Hang-Abrutsch die Chance genutzt und gleich Müll, auch ganze Fahrräder, aus dem Flussbett geholt.

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