Stichwahl

Bedburg-Hau: Stephan Reinders ist neuer Bürgermeister

Stephan Reinders verfolgte den Wahlabend im Rathaus.

Stephan Reinders verfolgte den Wahlabend im Rathaus.

Foto: reinders

Bedburg-Hau.  Stephan Reinders gewinnt die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Bedburg-Hau gegen Ursula Pitzner. Die CDU hat jetzt eine absolute Mehrheit.

Sein Sieg zeichnete sich im Laufe des Wahlabends ab, doch Glückwünsche nahm Stephan Reinders erst an, als auch die beiden Briefwahlbezirke zuletzt ausgezählt waren. Der CDU-Kandidat setzte sich bei der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Bedburg-Hau letztlich souverän mit 54,63 Prozent und 504 Stimmen Vorsprung gegen die parteilose Bewerberin Ursula Pitzner durch. Sie war in der Endphase des Wahlkampfs nicht mehr nur von der SPD, sondern auch von den Grünen und der FDP unterstützt worden.

„Ich bin erleichtert und sehr zufrieden“, sagte Reinders nach seinem Erfolg gegenüber der NRZ. Er habe es nachvollziehen können, dass sich die drei Parteien verbündeten, um eine absolute CDU-Mehrheit zu verhindern. „Ich bin deswegen keinem böse und bin auch nicht nachtragend“, meinte der 38-Jährige. Er werde ein Bürgermeister für alle Bedburg-Hauer sein. „Die Begriffe Regierung und Opposition stehen nicht in der Gemeindeordnung. Es geht darum, gemeinsam etwas für die Gemeinde zu erreichen“, stellte Reinders klar.

Reinders: „Es wird eine Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen geben“

Nach seinen Vorstellungen werde die CDU trotz der absoluten Mehrheit, die seine Stimme als Bürgermeister bringt, weiter den Konsens suchen. „Es wird eine Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen geben. Darauf freue ich mich“, sagte Stephan Reinders, der sich bei seiner Stichwahl-Kontrahentin Ursula Pitzner sowie beim knapp im ersten Wahlgang ausgeschiedenen Stefan Veldmeijer für einen „sehr fairen Wahlkampf“ bedankte.

Pitzner reagierte im Gespräch mit der NRZ gelassen auf den Ausgang des Wahlabends: „Als Neustarterin habe ich ein beachtliches Ergebnis erreicht. Die Bürger haben abgestimmt. Das ist Demokratie.“ Ihr Leben gehe auf jeden Fall weiter, sagte die freiberufliche Organisations- und Personalentwicklerin mit einem Lachen. „Auch wenn das Amt der Bürgermeisterin reizvoll gewesen ist: Ich mag meine Arbeit sehr, und es warten sehr viele Termine auf mich.“

Pitzner sieht „viele Baustellen“ in Bedburg-Hau

Die Zusammenarbeit mit der SPD, die ihre Kandidatur von Beginn an unterstützt hatte, sowie mit den Grünen und der FDP in den zwei Wochen vor der Stichwahl bezeichnete die 60-Jährige als „gute Erfahrung. In der Kürze der Zeit war wohl nicht mehr zu erreichen“.

Dem neuen Bürgermeister Stephan Reinders wünschte sie „ein glückliches Händchen, denn es gibt sehr viele Baustellen“. In der Gemeinde laufe vieles nicht rund, das habe sie in den zahlreichen Bürgergesprächen erfahren, die sie führte. „Die Hinweise habe ich an die SPD weitergegeben, die sich darum kümmern wird. Ich bleibe frei und neutral“, sagte Ursula Pitzner.

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