Soziales

Caritas Kleve sucht Menschen, die Alleinerziehenden helfen

Helmut van Kempen und Marion Claaßen (Caritasverband Kleve e.V.) mit Norbert Gerding (Freiwilligenzentrum) informieren über das EFUS-Projekt „Auszeit“.

Helmut van Kempen und Marion Claaßen (Caritasverband Kleve e.V.) mit Norbert Gerding (Freiwilligenzentrum) informieren über das EFUS-Projekt „Auszeit“.

Foto: Caritas Kleverland / Caritas

Kleve.  Der Caritasverband Kleve sucht Menschen, die freiwillig alleinerziehenden Müttern helfen wollen. Damit diese Zeit zum Luft holen haben.

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Für die Erziehung eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf! So lautet eine afrikanische Weisheit. Aber was tun, wenn dieses Dorf nicht zur Verfügung steht? Vielen Familien, besonders aber Alleinerziehenden, fehlt heute das soziale Netz aus Großeltern, Freunden, Nachbarn und Menschen, mit denen man sich austauschen oder um Rat fragen kann. Die sich mal für ein paar Stunden um die Kinder kümmern, damit man selbst ein bisschen Zeit zum Luft holen hat. Die einem bei Dingen helfen, die man selbst momentan nicht leisten kann.

Alleinerziehende sind schnell überfordert

Über die vielfältigen alltäglichen Herausforderungen, gerade von Alleinerziehenden, weiß Marion Claaßen vom Caritasverband Kleve nur zu gut zu berichten. Sie berät, unterstützt und begleitet zahlreiche Alleinerziehende. Um diese zu entlasten entstand das Projekt „Auszeit“ der Caritas. Dieses wird durch das Programm „EFUS – Ein-Elternfamilien fördern und stärken“ vom Kreis Kleve gefördert.

Sich für andere Menschen engagieren

In Zusammenarbeit mit dem Freiwilligenzentrum Kleverland können sich Freiwillige in einem begrenzten zeitlichen Rahmen engagieren. Im Fokus des Engagements stehen die Kinder der Alleinerziehenden im Kindergarten- und/oder Grundschulalter. Interessierte können dabei Aufgaben übernehmen wie Geschichten vorlesen, Spielplätze besuchen, bei den Hausaufgaben helfen, die Kinder vom Kindergarten abholen oder einfach nur da zu sein. Dadurch erfahren Alleinerziehende Entlastung und haben Zeit, um andere wichtige Erledigungen wie Behördengänge etc. wahrzunehmen.

Dabei bestimmen die Freiwilligen selbst, wie viel Zeit sie in der Woche oder im Monat einsetzen möchten. „Gemeinsam überlegen wir mit den Interessierten, wie ihre Aufgabe in der Ein-Elternfamilie gestaltet werden kann, um die alleinerziehende Person am besten zu unterstützen“, sagt Norbert Gerding vom Freiwilligenzentrum. Dazu zählen keinesfalls hauswirtschaftliche Tätigkeiten wie Putzen oder Bügeln.

Kontakt für Freiwillige

Freiwillige, die sich innerhalb des Projekts „Auszeit“ engagieren möchten, werden für ihr Engagement entsprechend vorbereitet. Auch während des Engagements stehen den Freiwilligen Ansprechpartner zur Verfügung, wenn es Fragen oder Probleme gibt. Interessierte können sich bei Marion Claaßen vom Caritasverband unter 0174/150 04 04 oder bei Norbert Gerding vom Freiwilligenzentrum unter 02821 7209-160 melden.

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