„Laufend NRZ“

Christiane und Sascha Tück starten als NRZ-Heimatläufer

Zwei Läufer und ihr Handwerkszeug: Christiane und Sascha Tück schnüren beim Klever Lichterlauf am 16. März sowie bei acht weiteren Läufen in der Region als NRZ-Heimatläufer die Schuhe.

Foto: Konrad Flintrop

Zwei Läufer und ihr Handwerkszeug: Christiane und Sascha Tück schnüren beim Klever Lichterlauf am 16. März sowie bei acht weiteren Läufen in der Region als NRZ-Heimatläufer die Schuhe.

Kreis Kleve.   Christiane und Sascha Tück nehmen als NRZ-Heimatläufer an acht Volksläufen in der Region teil – für sie eher eine Trainingseinheit.

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„Laufend NRZ“ lautet das Motto, unter dem sich 100 Leser und Redakteure zu einem Team zusammengeschlossen haben. Zwischen März und Oktober nehmen sie an acht Volksläufen am gesamten Niederrhein teil. Wenn am 16. März beim Klever Lichterlauf der Startschuss fällt, ist mit Christiane (38) und Sascha Tück (44) aus Emmerich auch Verstärkung von der anderen Rheinseite dabei.

Die Tücks sind passionierte Läufer, wenn auch seit unterschiedlich langer Zeit. Sascha, gebürtiger Emmericher, ist seit über drei Dekaden aktiv. Schon als Kind war er Mitglied im Turnverein ETV, mit zehn Jahren knackte er erstmals die Zehn-Kilometer-Marke. „Ich war nie ein guter Fußballer, also musste ich mich nach Alternativen umsehen“, verrät er. In den Folgejahren lief er mal mehr, mal weniger, aber das Virus steckte in ihm.

Gemeinsames Hobby

Einige Jahre später gab es der heutige Sparkassen-Angestellte an seine Frau weiter. Denn Christiane, die in Praest aufgewachsen ist, kam aus dem Wunsch nach einem gemeinsamen Hobby zum Laufsport. 2010 nahm sie erstmals an einem öffentlichen Lauf teil und absolvierte eine Distanz von fünf Kilometern. Diese Distanz hat die Leiterin des Kindergartens St. Aldegundis in Emmerich im Laufe der Jahre mehr als vervierfacht. Ihre persönliche Bestmarke ist mittlerweile der Halbmarathon über 21 Kilometer. „Das war der einzige Lauf, auf den ich ein halbes Jahr lang gezielt hintrainieren musste.“ Die Vorbereitung erfolgte nach einem genauen System. „Wochentags habe ich einmal fünf und einmal acht Kilometer absolviert. An Sonntagen habe ich mit zehn Kilometer angefangen und mich dann von Wochenende zu Wochenende gesteigert.“ Für den Lichterlauf sei das aber nicht nötig. Das übliche Training reicht den Tücks. Für sie steht bei den Heimatläufen über je zehn Kilometer der Spaß im Vordergrund, sportliche Herausforderungen suchen sie woanders.

Beim Joggen in Bayern verirrt

Vor allem Sascha, dessen Bestleistung einem schon beim Zuhören den Atem verschlägt: 2011 nahm er an einem Ultramarathon im schweizerischen Zermatt teil. Die Strecke von 45 Kilometern lag dabei auf einer Höhe zwischen 2500 und 3000 Metern. „Die ersten 20 Kilometer waren eigentlich kein Problem, aber irgendwann habe ich gerade bei Steigungen gemerkt, dass ich an meine Grenzen stoße.“ Geschafft hat er es trotzdem.

Einmal allerdings fand Sascha Tück nicht ins Ziel. Dabei war es weniger die Puste als viel mehr der Orientierungssinn, der ihm den Dienst verweigerte. Das war während seiner Bundeswehrzeit, als er im bayrischen Landkreis Roth stationiert war. Beim Joggen hatte er sich derart verlaufen, dass er sich von Bauernhof zu Bauernhof durchfragen musste. „Als ich den Bauern sagte, wo ich hinmuss, starrten mich manche nur fassungslos an. Ich hatte mich doch sehr weit von der Kaserne entfernt. Vielleicht bin ich bereits an diesem Tag meinen ersten Marathon gelaufen“, lacht er rückblickend.

Das dürfte in Kleve nicht passieren, denn beim Lichterlauf waren sowohl Sascha als auch Christiane Tück schon im letzten Jahr dabei.

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