Nachrichtenüberblick

Corona im Kreis Kleve: Inzidenz-Wert sinkt wieder leicht

Virusmutation aus England: keine besondere Gefahr für Kinder

Die in England aufgetretene Corona-Mutation verbreitet sich anscheinend schneller als andere Varianten. Virologe Dittmer erklärt, was wir wissen.

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Kreis Kleve.  Das RKI vermeldet am Freitag 52 Neuinfektionen im Kreis Kleve. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist wieder leicht gesunken. Der Nachrichtenüberblick.

Der Kreis Kleve gehört in Nordrhein-Westfalen weiterhin mit zu den Kreisen oder kreisfreien Städten mit der niedrigsten Sieben-Tage-Inzidenz. Der Wert, der die Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche angibt, liegt nach Angaben des Robert-Koch-Institutes am Freitag bei 77,1 (Donnerstag: 78,7). Nur sechs Städte oder Kreise weisen derzeit einen niedrigeren Wert aus, darunter der Nachbarkreis Borken. Im Kreis Kleve wurden dem RKI zufolge (Stand 0 Uhr) 52 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der insgesamt registrierten Infektionen liegt damit am Freitag bei 5615. Nach Angaben des Kreises stieg die Zahl der Todesfälle auf 106, bei dem jüngsten Todesopfer handelt es sich um eine Person Ende 80 aus Kevelaer.

Coronavirus im Kreis Kleve: Die Lage am 22. Januar (auf Grundlage des RKI)

  • 7-Tage-Inzidenz: 77,1 (78,7)
  • Neuinfektionen: 52
  • Infektionen insgesamt: 5615
  • Todesfälle insgesamt: 105

Sorge macht den Gesundheitsbehörden von Kreis und Land die Ausbreitung der britischen Virus-Variante in den Niederlanden. Dort gab es bereits tausende Fälle mit der Corona-Mutation - auch in der Grenzregion. In dieser Woche wurde der erste Fall im Kreis Kleve bestätigt. Landrätin Silke Gorißen warnt deshalb eindringlich vor Fahrten in die Niederlande.

Trotz der sinkenden Sieben-Tage-Inzidenz wird auch im Kreis Kleve der Lockdown weitergehen. Angesichts weiterhin hoher Corona-Infektionszahlen und einer möglichen Ausbreitung hochinfektiöser Virus-Mutationen wird der aktuelle Lockdown bis zum 14. Februar verlängert und in Teilen sogar noch verschärft. Das haben Bund und Länder bei einer gemeinsamen Konferenz am Dienstag beschlossen.

Dem Beschluss nach soll nun eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken mit hohem Schutzstandard in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr eingeführt werden. Auch das Homeoffice soll viel stärker genutzt werden, als bisher. Mittlerweile steht fest, wie Nordrhein-Westfalen die Beschlüsse konkret umsetzt, so gilt die strengere Maskenpflicht ab Montag. Alle Details zu den Corona-Maßnahmen in NRW können Sie hier nachlesen.

So sehen die Corona-Zahlen in den Kommunen im Kreis Kleve aus

Das Robert-Koch-Institut aktualisiert seine Übersicht zu den Corona-Zahlen jeden Tag um 0 Uhr. Auch die Kreisverwaltung veröffentlicht die aktuellen Zahlen in einer täglich aktualisierten Übersicht, in der Regel um die Mittagszeit. Die Werte des RKI und der Verwaltung können durch den zeitlichen Unterschied voneinander abweichen. Da die Daten des RKI maßgeblich für weitere Beschränkungen und Maßnahmen im Kreis Kleve sind, aktualisieren wir diese Übersicht zuerst mit den RKI-Werten. Die tägliche Übersicht des Kreises finden sie hier:

Coronavirus im Kreis Kleve: Die Lage am 22. Januar (auf Grundlage des Kreises)

  • 7-Tage-Inzidenz: 77,1 (78,7)
  • Neuinfektionen: 64
  • Infektionen insgesamt: 5607
  • Todesfälle insgesamt: 106

Coronavirus im Kreis Kleve: Ingesamt bestätigte Infektionen (und Neuinfektionen) in den Kommunen

  • Bedburg-Hau: 248 (+1)
  • Emmerich: 707 (+5)
  • Geldern: 739 (+13)
  • Goch: 572 (+7)
  • Issum: 164 (+2)
  • Kalkar: 200 (+1)
  • Kerken: 183 (+1)
  • Kevelaer: 480 (+4)
  • Kleve: 875 (+9)
  • Kranenburg: 210 (+5)
  • Rees: 451 (+5)
  • Rheurdt: 86 (+1)
  • Straelen: 279 (+2)
  • Uedem: 89 (+0)
  • Wachtendonk: 112 (+2)
  • Weeze: 212 (+6)

Zum Teil sehr große Unterschiede bei den Daten gibt es zudem immer wieder bei der Zahl der Genesenen und der aktuell am Virus erkrankten Menschen, die jeweils auf Schätzungen beruhen. Deswegen haben wir an dieser Stelle entschieden, auf die Darstellung dieser Zahl zu verzichten.

Zudem unterscheiden sich die RKI-Statistik und die Kreis-Statistik auch in der Gesamtzahl der Fälle - beim RKI liegen die Zahlen höher. Laut dem Kreis gibt es diese Diskrepanz schon länger und sie erkläre sich so: "Bei der Differenz handelt es sich im Wesentlichen um Personen, die zwar im Kreisgebiet gemeldet sind, sich jedoch in einem anderen Kreis oder einer anderen Stadt aufhalten und dort ihre Quarantäne verbringen, beispielsweise Studierende." Solche Einzelfälle wurden seit Beginn der Corona-Pandemie nach und nach in den Fallzahlen-Listen des Kreisgesundheitsamtes nachträglich angepasst und korrigiert, heißt es dazu vom Kreis.

Corona im Kreis Kleve: Die Nachrichten aus den Lokalredaktionen

Unsere Lokalredaktionen halten Sie bei der Entwicklung im Kreis Kleve auf dem Laufenden: Wie reagieren Behörden? Was bedeuten die Corona-Maßnahmen für das öffentliche Leben? Welchen Auswirkungen haben die Einschränkungen auf die Schulen oder die Wirtschaft?

Auf den Stadtseiten unserer Lokalredaktionen finden Sie stets die aktuellen Informationen aus Kleve und dem Umland sowie aus Emmerich und Rees. Für die Grenzregion ist auch die Entwicklungen aus dem Nachbarland relevant, auf unserer Themenseite finden Sie die wichtigsten Nachrichten aus den Niederlanden.

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