Coronavirus

Corona: Wie Kleve und Goch das Kontaktverbot kontrollieren

In Zeiten des Coronavirus ist die die Innenstadt in Kleve wie ausgestorben.

In Zeiten des Coronavirus ist die die Innenstadt in Kleve wie ausgestorben.

Foto: Andreas Gebbink / NRZ

Kreis Kleve.  Seit Montag gilt in Deutschland ein weitreichendes Kontaktverbot. Im Kreis Kleve gibt es deswegen Kontrollen – zum Beispiel in Goch und Kleve.

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle im Kreis Kleve ist am Dienstag erneut gestiegen: Kreisweit gibt es jetzt 142 bestätigte Corona-Infektionen. Drei Menschen befinden sich aufgrund ihrer Infektion derzeit im Krankenhaus. Derweil sind in dieser Woche die Kontrollen des Kontaktverbotes in den Städten und Gemeinden im Kreis angelaufen.

Coronavirus im Kreis Kleve: Kontaktverbot wird eingehalten

Die Stadt Kleve macht sich keine Sorgen über die Einhaltung des Kontaktverbotes. Am Montag kontrollierte das Ordnungsamt auf den Straßen. Es blieb alles sehr ruhig. „Sowohl die Gewerbetreibenden als auch die Bürger sind sehr vernünftig“, sagte Stadtsprecher Jörg Boltersdorf. Bislang habe man 300 Einzelkontrollen in Kleve durchgeführt. In keinem Fall habe man eine Strafanzeige stellen müssen. Der Außendienst achtete am Montag darauf, dass jetzt auch Friseure und Nagelstudios geschlossen haben und dass nicht mehr als zwei Personen zusammenstehen.

Allerdings hält man sich noch nicht überall an die Kontaktsperre. Montagnachmittag waren vor einem Supermarkt an der Hagschen Straße immer noch sieben Personen vor dem Eingang zu sehen, die sich ausgiebig unterhielten und per Handschlag begrüßten.

Mitarbeiter der Klever Stadtverwaltung sind im Schichtdienst

Die Mitarbeiter der Klever Stadtverwaltung arbeiten zurzeit im Schichtdienst, damit möglichst wenig Menschen im Rathaus gleichzeitig arbeiten. Einige Mitarbeiter können von zu Hause aus arbeiten.

Auch in Goch stellte die Stadtverwaltung fest, dass die Bürger das Kontaktverbot ernst nehmen. „Es ist nur ein Bruchteil der Menschen auf der Straße unterwegs im Vergleich zu normalen Zeiten“, schilderte Stadtsprecher Torsten Matenaers seinen Eindruck. Eine flächendeckende Kontrolle sei jedoch nicht möglich. „Wir haben gar nicht das Personal, Streifen rauszuschicken. Die Menschen sind jetzt selber aufgefordert, Vernunft walten zu lassen.“

Gocher Ordnungsamt erhöht die Zahl des Ordnungsdienstes

Um der vielen neuen ordnungsbehördlichen Aufgaben in der Corona-Krise Herr zu werden, verdoppelt die Stadt Goch das Personal im Ordnungsamt auf zwölf. „Das sind Mitarbeiter aus anderen Verwaltungsabteilungen, die wir herunterfahren konnten oder mussten“, so Matenaers.

Insbesondere telefonische Anfragen von Bürgern, Gewerbetreibenden, Institutionen und Organisationen hätten extrem zugenommen. Deswegen ist das Ordnungsamt bis auf Weiteres montags, dienstags, donnerstags und freitags von 6 bis 21 Uhr sowie mittwochs und samstags zwischen 6 und 18 Uhr besetzt. Fragen beantworten die Mitarbeiter unter der zentralen Telefonnummer 02823/320-222 und per E-Mail: ordnungsamt@goch.de.

In einigen Bereichen arbeitet die Gocher Verwaltung nun im Schichtbetrieb. „Wir trennen Teams voneinander, damit in einem möglichen Quarantäne-Fall nicht komplette Einheiten lahmgelegt werden“, erläuterte Sprecher Torsten Matenaers.

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