Finanzen

Coronavirus: Es gibt auch finanzielle Hilfen für Familien

Der Bund zahlt jetzt Extra-Hilfen für Familien.

Der Bund zahlt jetzt Extra-Hilfen für Familien.

Foto: Sebastian Kahnert / ZB

Kreis Kleve.  Eltern, die jetzt jetzt Verdienstausfälle hinnehmen müssen, können Kinderzuschläge und Betreuungsgelder beantragen.

Für viele Familien im Land sind Verdienstausfälle derzeit eine existenzielle Sorge. Insbesondere Eltern mit kleinen Kindern sind aufgrund von Schul- und Kitaschließungen vor besondere Herausforderungen gestellt. „Die Bundesregierung lässt Familien in dieser Situation nicht allein und hat entschlossene Maßnahmen ergriffen, um Verdienstausfälle abzumildern“, so Barbara Hendricks, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Kleve.

Zuschläge für Kinder sind möglich

Familien mit kleinen Einkommen, die jetzt auch noch zusätzliche Einkommenseinbußen zu befürchten haben, können einen monatlichen Kinderzuschlag (KiZ) von bis zu 185 Euro erhalten. Ob und in welcher Höhe der KiZ gezahlt wird, hängt von mehreren Faktoren ab - vor allem vom eigenen Einkommen, den Wohnkosten, der Größe der Familie und dem Alter der Kinder. So kann eine Familie mit zwei Kindern und einer Warmmiete von 1.000 Euro den KiZ erhalten, wenn das gemeinsame Bruttoeinkommen rund 1.600 bis 3.300 Euro beträgt.

Wer Kinderzuschlag erhält, ist zudem von den Kita-Gebühren befreit und kann zusätzliche Leistungen für Bildung und Teilhabe beantragen. Berechnungsgrundlage für den Kinderzuschlag ist bisher das Durchschnittseinkommen der letzten sechs Monate.

Einfachere Regelungen für die Beantragung

Damit auch Familien vom KiZ profitieren können, die aufgrund der Corona-Pandemie kurzfristig Verdienstausfälle hinnehmen müssen, plant die Bundesregierung einen Notfall-KiZ: Ab April müssen Familien, die einen Antrag auf den KiZ stellen, nicht mehr das Einkommen der letzten sechs Monate nachweisen, sondern nur des letzten Monats vor der Antragstellung. Diese Regelung soll befristet bis zum 30. September 2020 gelten.

Ob für Sie ein Anspruch auf Kinderzuschlag besteht, können Sie mit dem KiZ-Lotsen unter https://www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/kiz-lotse der Familienkasse prüfen. Die Beantragung ist unter folgendem Link digital möglich: https://con.arbeitsagentur.de/prod/kiz/ui/start.

Daneben gibt ein spezielles Programm für Eltern, die wegen Schul- oder Kitaschließung die eigenen Kinder betreuen müssen und nicht zur Arbeit können. Diese sollen gegen übermäßige Einkommenseinbußen abgesichert werden. Dafür wird das Infektionsschutzgesetz angepasst. Eltern erhalten demnach eine Entschädigung von 67 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens (maximal 2.016 Euro) für bis zu sechs Wochen. Die Auszahlung übernimmt der Arbeitgeber, der bei der zuständigen Landesbehörde einen Erstattungsantrag stellen kann.

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