Begegnungsstätte

Das Café Damaskus hat neue Räume in Goch bezogen

Willkommen im Café Damaskus (von links): Nashat Mustafa, Andreas Mesch und Hamid Mohammad stehen nach dem Umzug im renovierten Ladenlokal auf der Bahnhofstraße 41 in Goch.

Foto: Niklas Preuten

Willkommen im Café Damaskus (von links): Nashat Mustafa, Andreas Mesch und Hamid Mohammad stehen nach dem Umzug im renovierten Ladenlokal auf der Bahnhofstraße 41 in Goch. Foto: Niklas Preuten

Goch.   Das Café Damaskus ist auf der Gocher Bahnhofstraße zur Nummer 41 umgezogen. Dort hat die internationale Begegnungsstätte ihr Angebot erweitert.

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Hamid Mohammad hat schon Pläne für den Frühling. „Wenn es wärmer wird, dann können wir hier draußen sitzen“, sagt der 24-Jährige und zeigt auf den überdachten Eingangsbereich vor dem Ladenlokal auf der Bahnhofstraße 41 in Goch. Dorthin ist das Café Damaskus gezogen, nachdem die Planungen für den Abriss und Neubau der Häuser nahe der Nierswelle – dem bisherigen Standort der von Flüchtlingen organisierten internationalen Begegnungsstätte – konkret wurden.

Hamid Mohammad und der ebenfalls aus Syrien stammende Nashat Mustafa packten gemeinsam mit weiteren Flüchtlingen und ehrenamtlichen Helfern um den Jahreswechsel jeden Samstag an, um die lange leer stehenden Räume des ehemaligen Bekleidungsgeschäfts Hohl für das Café Damaskus herzurichten.

Nach der Entrümpelung strichen sie die Wände und die Decke frisch, entfernten ein altes Schaufenster transportierten die Möbel die Bahnhofstraße hinunter und installierten die Elektroanlage. Nikolaus Boldt baute die Küche ab und wieder auf im neuen Ladenlokal, das Andreas Mesch entdeckt hatte. Der Leiter der Einrichtung „furniture & more“ engagiert sich bereits viele Jahre für Flüchtlinge, die er lieber „Newcomer“ nennt. „Als wir nach etwas Neuem suchten, habe ich die Hauseigentümer Dr. Cornelius und Marleen Schwiebbe angesprochen“, erzählt Mesch. Der Zahnarzt versprach seine Unterstützung und verlangt für die Nutzung der Räume keine Miete.

Teure Brandschutzauflagen

Weil sich auch die Verbandssparkasse und die Pfalzdorfer Family-Singers großzügig zeigten, musste die Initiative nicht den Spendentopf des Runden Tisches in Anspruch nehmen – obwohl der Einbau einer Tür und Platten für den Brandschutz merklich ins Geld ging.

Am neuen, größeren Standort haben die Mitmachenden ihr Angebot erweitert. Neben dem bisherigen Treffen freitags von 16 bis 18 Uhr sind alle Gocher nun auch dienstags von 14 bis 17 Uhr zum Stricken, mittwochs von 19 bis 21 Uhr zum Deutschsprechen und samstags um 9 Uhr zu „furniture & more“ ins Selbstbedienungs-Café eingeladen. „Die Sprache ist das Wichtigste“, sagt Nashat Mustafa. „Das Projekt hilft uns bei der Integration.“ Hamid Mohammad wünscht sich, dass auch junge Gocher im Café Damaskus vorbeischauen: „Wir möchten die deutsche Sprache noch besser lernen. Jeder Kontakt hilft uns.“

Demnächst wollen die neuen Gocher sich bei ihren Nachbarn auf der Bahnhofstraße vorstellen. Auch ein gemeinsames Kochen können sie sich gut vorstellen. „Die Newcomer sind eine echte Bereicherung für diese Stadt“, sagt Andreas Mesch. „Das Café wird immer mehr genutzt.“

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