Schule

Das KAG nach Rindern?

Das KAG könnte nach Rindern umziehen.

Das KAG könnte nach Rindern umziehen.

Foto: WAZ FotoPool

Kleve.   Die Stadt Kleve stellte jetzt Varianten für die künftigen Klever Schulstandorte vor. Favorisiert wird ein Umzug des KAG nach Rindern und die Gesamtschule im Schulzentrum Kellen. Das Sebus wird aufgegeben

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Ein paar Hausaufgaben sollten es sein, die die Ratsmitglieder für die Ferienzeit von der Stadtverwaltung an die Hand bekommen. Und in der Tat, haben die Klever Fraktionen für die schönen Sommerwochen jetzt eine Menge zu studieren, denn es geht um eine der wichtigsten Fragen, die die Lokalpolitiker in diesem Jahr zu klären haben: Welche Schulstandorte werden in Zukunft für Gymnasien und die neue Sekundar- und Gesamtschule benötigt?

Um diese Frage beantworten zu können, hat die Verwaltung nun ein zwölfseitiges Papier ausgearbeitet, in dem drei Varianten für die Erhaltung und den Ausbau der bestehenden Schulstandorte durchgespielt werden – zum Teil mit sehr unterschiedlichen Kosten. Die Verwaltung favorisiert die günstigste Lösung. Und die sieht vor, dass das ehemalige Sebus-Gymnasium an der Ackerstraße langfristig ganz aufgegeben und dort nur noch eine Sporthalle saniert wird.

Erhebliche Investitionen

Im jetzigen Konrad-Adenauer-Schulzentrum in Kellen wird die Gesamtschule komplett untergebracht und das Konrad-Adenauer-Gymnasium zieht nach Rindern in die jetzige Wilhelm-Frede-Schule. Hier würden noch zwei Gebäude errichtet und montessorigerecht erweitert. Die Sekundarschule wird an der Hoffmannallee untergebracht. Die Karl-Kisters-Realschule und das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium bleiben von dieser Entwicklung unberührt.

Die Kosten für diesen Schulumbau betragen laut städtischer Berechnung 26,21 Millionen Euro. Die größten Kosten würde dann der Umbau der Schulzentrums Kellen verursachen (12,2 Millionen) und die Schule an der Hoffmannallee (6,5 Millionen). Gesamtschulrektor Jürgen Schmitz könnte mit diesem Vorschlag leben: „Es ist das erste Mal, dass jetzt eine Stellungnahme der Stadt vorliegt, in der die pädagogischen Belange auch berücksichtigt werden. Das ist gut so.“ Es sei wichtig, dass die Gesamtschule an einem Schulstandort gebündelt wird. „Wer möchte schon eine Schule mit zwei Standorten?“, fragte Schmitz. Mit dem jetzigen Standort in Rindern sei man sehr zufrieden: „Wir haben uns ein bisschen in Rindern verliebt“, sagte der Rektor im Rat. Eine zweite Variante sieht eine Sanierung des Standortes Ackerstraße vor. Hier würde dann die Gesamtschule untergebracht. Dies hätte allerdings erhebliche Investitionen zur Folge: 16,15 Millionen Euro. Im Gegenzug würde dann das Schulzentrum in Kellen nur für 8,64 Millionen Euro umgebaut. Dies Gesamtkosten für alle Schulen liegen bei 35,44 Millionen Euro.

Die Klever Verwaltung favorisiert eindeutig die 1. Variante. Im Fazit schreibt die Stadt, dass das ehemalige Sebus-Gymnasium an der Ackerstraße aufgrund seiner schlechten Bausubstanz ein wesentlicher Kostentreiber ist. „Hinzu kommt,dass es nicht wirtschaftlich erscheint, bereits sanierte oder teilsanierte Gebäude in Teilen leerzuziehen und an anderer Stelle neue Nutzflächen schaffen zu müssen.“

Diskutiert wurde im Rat über die Vorschläge noch nicht. Eine Entscheidung soll noch in diesem Jahr getroffen werden.

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