Schule

Das KAG wird saniert

Das Konrad-Adenauer-Gymnasium in Kellen wird jetzt saniert.

Das Konrad-Adenauer-Gymnasium in Kellen wird jetzt saniert.

Foto: NRZ

Kleve.   CDU und Grüne nehmen von ihren Neubauplänen Abstand. Der Rat beschloss gestern Abend auch den Ausbau der Frede-Schule für die Gesamtschule

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Rat der Stadt Kleve hat gestern Abend einstimmig für die Sanierung des Konrad-Adenauer-Gymnasiums am Standort Köstersweg in Kellen gestimmt. Nachdem Baudezernent Jürgen Rauer darlegen konnte, dass man das Schulgebäude sanieren kann und die Kostenschätzung bei 12 Millionen Euro liegt, nahmen die Stadtverordneten von CDU und Grüne Abstand von ihrem Neubauvorhaben neben der Karl-Kisters-Realschule.

Stadt legt Sanierungskonzept vor

Die Parteien waren sich auch darin einig, dass das gesamte Schulgebäude saniert werden soll und nicht nur Teilbereiche. Die Verwaltung soll nun bis Ende März ermitteln, was genau saniert werden soll, wie so eine Sanierung bei laufendem Schulbetrieb erfolgen kann und welche Kosten entstehen. Da das Konrad-Adenauer-Gymnasium nicht alle Räumlichkeiten der Schulzentrums benötigt, soll die Verwaltung bis März gleichzeitig Vorschläge unterbreiten, wie man das Gebäude auch noch anderweitig mit städtischen Einrichtungen nutzen kann. Die Rede war u.a. von Stadtarchiv und Volkshochschule. Die Haushaltsmittel für die Sanierung wurden mit einem Sperrvermerk versehen, für den Fall, das die Kosten deutlich höher als 12 Millionen Euro ausfallen sollten.

Einig waren sich die Parteien auch über den Ausbau des Schulstandortes Rindern. Hier soll künftig die fünfzügige Gesamtschule untergebracht werden. Die geplante Erweiterung der Schule soll weitere 14,3 Millionen Euro kosten.

„Standortfrage ist jetzt beendet“

Baudezernent Jürgen Rauer führte zu Beginn der Ratssitzung aus, dass die Verwaltung die Bausubstanz des Konrad-Adenauer-Gymnasiums habe untersuchen lassen. Bereits in den 90er Jahren sei festgestellt worden, dass es keine Probleme hinsichtlich Schadstoffe gibt. Auch eine Sanierung könne so erfolgen, dass Bauteile, die mit Schadstoffen belastet sind, entsorgt werden, ohne dabei Schüler und Lehrer zu gefährden. Das Gebäude könne man in mehreren Bauabschnitten erneuern.

Für CDU und Grüne ist wichtig, dass die Verwaltung vor Beginn der Sanierungsarbeiten klärt, welche städtische Einrichtung zusätzlich hier aufgenommen wird.

Bis zur Entscheidungsfindung war es im Rat ein langer Weg. Jörg Cosar (CDU) machte während der Sitzung unmissverständlich klar, dass auch seine Fraktion jetzt die Sanierung wünsche: „Wir wollen das jetzt möglich machen.“ Auch der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Gebing sagte: „Wir wollen diesen Schulstandort erhalten. Und wir werden heute einen Beschluss fassen. Die Standortfrage ist jetzt beendet.“

Daniel Rütter (FDP) meinte, dass es auch keine sachlichen Gründe mehr gebe, die gegen eine Sanierung sprechen. „Es gibt keine seriösen Alternativen.“ Dies sieht auch Petra Tekath (SPD) so. Sie kämpfte mit ihrer Fraktion für den Standort am Köstersweg.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben