Freizeit

Das „Kombi-Bad“ kommt

Durch die Entscheidung fürs Kombi-Bad ist das Sternbusch-Freibad wohl langfristig gesichert. Foto: Heinz Holzbach

Durch die Entscheidung fürs Kombi-Bad ist das Sternbusch-Freibad wohl langfristig gesichert. Foto: Heinz Holzbach

Foto: Kleve

Kleve.   Neues Hallenbad wird im Sternbusch gebaut, das Freibad komplett saniert. Das empfehlen die Stadtwerke Kleve dem Stadtrat. Der tagt im September.

Die Würfel sind gefallen, jetzt muss noch der Stadtrat im September grünes Licht geben: Für zehn Millionen Euro soll auf dem Gelände des Sternbuschbades ein neues Hallenbad gebaut werden. Das bestehende Freibad wollen die Stadtwerke für 4,5 Millionen Euro sanieren. Dafür hat sich der 15-köpfige Aufsichtsrat der Stadtwerke einstimmig ausgesprochen. Auch dafür, das Kombi-Bad allein zu stemmen, ohne Bedburg-Hau.

„Eine gute Sache“, kommentierte gestern der Geschäftsführer der Stadtwerke, Rolf Hoffmann, die Entscheidung für die Kombi-Lösung. Nach intensiver Prüfung alternativer Standorte, etwa an der Realschule Kellen und der Freifläche an der Riswicker Straße am Bahnhof, hätten – bis auf die Stadtnähe – alle Punkte wie Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr und Eigentumsverhältnisse (Gelände gehört der Stadt) für den Standort Sternbusch gesprochen. Ende 2015 könnte das neue Komi-Bad eröffnet werden.

Das bestehende Hallenbad wird so lange auf bleiben, bis das neue Bäder-Zentrum fertig ist. Danach werde das Gebäude abgerissen und die Fläche wohl Baugebiet werden, so Hoffmann weiter.

Während das Hallenbad statt einem künftig zwei Becken haben soll (eins für Schulen und Vereine, sowie mit einem Hubboden ausgestattet), soll das Freibad grundsaniert (vermutlich Winter 2013/14), aber auch verkleinert werden. Schwimmer können dann nur noch auf 1500 statt auf 2700 Quadratmeter Wasserfläche ihre Bahnen ziehen. Die Sprungtürme (10 und 7 Meter) fallen weg.

Statt mit pflege-intensiven Fliesen werden die Becken mit Edelstahl verkleidet, was im Jahr 100 000 Euro einspart, modernste Energie-Versorgung sorgt für eine weitere Kosten-Reduzierung um 100 000 Euro. „Durch eine Senkung der Betriebs- und der Energiekosten können Zinsen und Abschreibung finanziert werden“, rechnete Hoffmann vor. Unterm Strich werde das Kombi-Bad aber dennoch etwas teurer werden. Die Belastung steige von einer Mio. Euro im Jahr auf etwa 1,3 Mio.

Wichtig sei in dem Zusammenhang, dass das Finanzamt den „Steuerlichen Verbund“ von Bäderbetrieb und Stadtwerken wie gehabt akzeptiert. „Den gibt’s bereits, wir müssen ihn aber neu beantragen“, erklärte Hoffmann.

„Die jetzt beschlossene Kombi-Lösung ist einfach super“, lobte Jörg Cosar (CDU) den Beschluss des Aufsichtsrates. Das Ergebnis, das die „Arbeitsgruppe Bäder“ vorgelegt hatte, sei ausgezeichnet. Darüber sei man sich in der Politik einig. Gut sei, dass das Kombi-Bad weiter den Schwerpunkt auf Sport- und Schulschwimmen legen würde. Josef Gietemann (SPD): „Mir ist wichtig, dass jetzt auch das Freibad für die nächsten 30 Jahre gesichert ist.“ Und der Bad-Besuch nicht mehr wetterabhängig sei.

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