Stadtentwicklung

Das Wasser läuft im Gocher Neubaugebiet Neu-See-Land

Der See füllt sich: Am Ende der Woche soll Wasser die noch zu sehende Böschung bedecken.

Der See füllt sich: Am Ende der Woche soll Wasser die noch zu sehende Böschung bedecken.

Foto: Niklas Preuten

Goch.   Die Befüllung des Sees mit 18 000 Kubikmeter Wasser in Neu-See-Land hat begonnen. Im Gocher Neubaugebiet wurden bisher 31 Grundstück verkauft.

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Das größte Gocher Neubaugebiet Neu-See-Land bekommt sein Herzstück. Am Montagnachmittag öffnete Wolfgang Jansen, Geschäftsführer der Gocher Stadtentwicklungsgesellschaft „GO!“, die erste Pumpe, aus der Wasser in den See auf dem Gelände der ehemaligen Reichswaldkaserne sprudelte. In den nächsten zwei bis drei Tagen werden 18 000 weitere Kubikmeter die rund zwei Hektar große Fläche befüllen. „Der See wird ein ganz wichtiger Bestandteil des Neubaugebiets und der gesamten Stadt werden“, sagte Jansen.

Bereits bevor er den Hebel umlegte, hatte etwas Wasser in der Grube gestanden. Der Regen der vergangenen Tage hatte Vorarbeit geleistet. „Der See scheint also dicht zu sein“, stellte Jansen lächelnd fest. Eine 15 Zentimeter dicke tonartige Schicht verhindert, dass Grundwasser einlaufen und Wasser versickern kann. Über der Abdichtung liegt ein 30 Zentimeter dicker Oberboden. Bis zu sieben Pumpen werden in den nächsten Tagen dafür sorgen, dass Wasser erst den Boden und später auch die Böschung bedeckt.

Die Befüllung der Wasserfläche im größten Gocher Neubaugebiet Neu-See-Land soll auch der Vermarktung der Grundstücke auf dem ehemaligen Gelände der Reichswaldkaserne einen Schub verleihen. „Der See ist die beste Werbung für das Gebiet. Die Leute können nun sehen, wie attraktiv es dort ist“, sagte Wolfgang Jansen.

Schild zeigt aktuellen Verkaufsstand

Bislang seien 31 Grundstücke verkauft worden. „Das ist ein sehr großer Erfolg in Anbetracht der Zeit“, meinte der Geschäftsführer der Gocher Stadtentwicklungsgesellschaft „GO!“. Ein Schild an der Zufahrt von der Pfalzdorfer Straße ins Baugebiet zeigt, den Bauplan und welche Grundstücke bereits in den ersten beiden Bauabschnitten verkauft worden sind. Die Mitarbeiter der Stadtentwicklungsgesellschaft wollen dort jeweils den aktuellen Stand präsentieren.

„Aus unserer Sicht läuft die Vermarktung gut. Es war ja klar, dass wir solch ein Gelände nicht in einem Jahr abwickeln werden“, sagte „GO!“-Prokurist Gero Guntlisbergen. „Die Nachfrage steigt zudem, wenn die Leute sehen können, was gebaut wird.“

In den nächsten Tagen werden sich Kaufinteressenten, Anwohner und Spaziergänger nicht nur die wachsenden Eigenheime anschauen, sondern auch den steigenden Wasserstand im See beobachten können. Zum Start der Befüllung leitete die Tiefbaufirma Loock nur vergleichsweise wenig Wasser hinein. „Damit wir die Dichtschicht nicht zerstören“, erklärte Polier Alexander Haukes. „Die ersten 30 Zentimer sind immer ein wenig problematisch.“ Hat das Wasser erst einmal diesen Stand erreicht, werden bis zu 700 Kubikmeter pro Stunde in den See über die dann mit Hilfe von Bojen schwimmenden Pumpen gebracht.

Kunstwerk steht im See

Die Tiefbauspezialisten erledigen zudem in den nächsten eineinhalb Wochen letzte Restarbeiten entlang des fast ein Kilometer langen Uferweges. „Wir planieren die Ränder und säen Rasen“, sagte Haukes. In einem Bereich der flach zulaufenden Böschung stehen bereits Schilf und Wasserpflanzen.

Ebenfalls schon installiert ist das Kunstwerk „Shelter Halic“, das bald komplett von Wasser umspült sein wird. Der Düsseldorfer Künstler Paul Schwer schenkte der Stadt Goch die abstrakte Skulptur mit farbigen Acrylglasflächen. Zuletzt stand sie in Istanbul. „Wir freuen uns, dass wir durch unser Netzwerk die Landschaft noch attraktiver gestalten können“, sagte Dr. Stephan Mann, Direktor des Gocher Museums.

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