Bürgerantrag

Der Griether Marktplatz soll schöner werden

Die Griether möchten, dass ihr Marktplatz einladender wird.

Die Griether möchten, dass ihr Marktplatz einladender wird.

Foto: Holderberg

Kalkar-Grieth.   Griether möchten eine Neuordnung der Parksituation und mehr Ästhetik auf dem Marktplatz. Ein Konzept soll möglichst bald Fördermittel bringen.

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Eine gemütliche Personenfähre über den Rhein, die imposante Pfarrkirche St. Peter und Paul oder das charmante Hanselädchen als Beispiel gelebten Bürger-Engagements: Grieth hat einiges, was Touristen und Einheimische suchen. Ausgerechnet das Zentrum gehört jedoch nicht unbedingt zu den Vorzeigbarkeiten des Kalkarer 1000-Einwohner-Ortsteils. Deswegen hoffen die Griether auf die Unterstützung der Stadt bei der Neugestaltung des Marktplatzes, der zuletzt Mitte der 1980er Jahre sein Gesicht veränderte.

Der Förderverein Hansestadt Grieth stellte bereits im November des vergangenen Jahres einen Bürgerantrag auf „bauliche und gestalterische Aufwertung“, den 13 Vereine aus dem Ort unterschrieben hatten. Olaf Neuhausen von den Motorradfreunden Grieth erläuterte nun im Ausschuss für Bürgerbeteiligung und Gemeinwesen das Anliegen, das bereits 2013 im Dorf-Innen-Entwicklungskonzept festgeschrieben worden war. „Die ästhetische, verkehrstechnische und bauliche Situation ist nicht schön“, stellte Neuhausen fest. „Grieth ist ein touristisches Kleinod der Stadt. Entsprechend sollte auch der Marktplatz aussehen.“

„Wildes“ Parken auf dem Markt

Der Zusammenschluss der Griether Vereine fordert eine verbesserte Verkehrsführung und eine Neuordnung der Parksituation, denn die Autos parkten derzeit wild auf der Fläche, wie Olaf Neuhausen beschrieb. „Es wäre aber zu kurz gegriffen, nur den Markt zu betrachten“, entgegnete Andreas Stechling. Der Fachbereichsleiter Bürgerdienste brachte eine komplette Überarbeitung der Parkmöglichkeiten in den engen Straßen von Grieth ins Spiel. „Weil immer mehr Griether zur Selbsthilfe greifen und mit Blumenkübeln auf den Gehwegen das Parken verhindern, wird der Parkraum zunehmend knapper. Vielleicht müssen andere Flächen gefunden werden, die jedoch weitere Wege zur Haustür bedeuten könnten“, sagte Stechling.

Neben der Auto-Problematik empfinden viele Griether nach Olaf Neuhausens Aussage das Dach über dem Brunnen und den großen Stromtransformator als störend. Die Hoffnung, den Trafo in den Boden einzulassen, bremste Stadtoberbaurat Frank Sundermann: „Vorgespräche mit RWE haben gezeigt, dass sich das Unternehmen nicht in der finanziellen Pflicht sieht. Das letzte Wort ist darüber aber noch nicht gesprochen.“

Mehr Grün und weitere Sitzmöglichkeiten

Mehr Grün, weitere Sitzmöglichkeiten und eine offizielle Terrassenfläche für das Hanselädchen stehen ebenfalls auf der Griether Wunschliste, die in der nächsten Sitzung des Bau-, Planungs-, Verkehrs- und Umweltausschuss am 28. Juni beraten wird. Der Förderverein, der sich als Bindeglied zwischen Verwaltung und der Griether Bevölkerung sieht, hofft möglichst bald auf ein Konzept mit einer belastbaren Kostenkalkulation. Bis zum 1. Dezember müsste ein Antrag auf Fördermittel (bis zu 65 Prozent der Kosten) gestellt werden, um bereits 2019 Zuschüsse erhalten zu können. Ob dieser enge Zeitplan zu halten ist, scheint fraglich.

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