Advent

Der Klever Weihnachtsmarkt zieht in die Innenstadt

Der Klever Weihnachtsmarkt findet erstmals auf dem Pastor-Leinung-Platz vor dem Rathaus statt. Die Organisatoren freut’s.

Der Klever Weihnachtsmarkt findet erstmals auf dem Pastor-Leinung-Platz vor dem Rathaus statt. Die Organisatoren freut’s.

Foto: Claudia Gronewald / NRZ Kleve

Kleve.  Der Klever Weihnachtsmarkt zieht in die Innenstadt und findet ab 29. November auf Pastor-Leinung-Platz und Koekkoekplatz in Kleve statt.

Wenn am Freitag, 29. November, 17 Uhr, der 45. Klever Weihnachtsmarkt seine Pforten öffnet, wird es wie gewohnt nach gebrannten Mandeln und Glühwein duften, und doch könnte die Veränderung größer nicht sein: Nach langer Planung und vielen Gesprächen lädt der Weihnachtsmarkt e.V. seine Besucher zum ersten Mal auf den Koekkoekplatz und den Pastor-Leinung-Platz vor dem Rathaus ein.

Lange Historie der bisherigen Standorte

Sie freue sich sehr über diese Entwicklung, sagte Bürgermeisterin Sonja Northing und blickte zurück auf die lange Historie der Standorte, die der Weihnachtsmarkt im Laufe der Jahre hatte. Nach dem Start 1974 ging es lange hinauf Richtung Schwanenburg, wo die Budenstadt vor dem Marstall aufgebaut wurde. Nach Episoden an der Stiftskirche und der Stadthalle zog man schließlich 2002 für 17 Jahre in den Forstgarten. „Es war ein schöner Ort“, befand Northing, doch auch für den neuen Platz habe sie bereits viele positive Rückmeldungen erhalten.

Der Platz ist technisch bestens ausgestattet

Sie erinnerte daran, dass der Platz für Events wie dieses auch technisch bestens ausgestattet sei. Vier Jahre lang hat Hans-Heinz Hübbers, langjähriger Mitarbeiter bei den Umweltbetrieben der Stadt Kleve, vorausschauend an der Infrastruktur gearbeitet, damit die nötigen Leitungen für Strom und Wasser schon beim Bau des Platzes verlegt wurden.

Für ihn, sagte Gert Schel, Vorsitzender des Weihnachtsmarktvereins, sei die Verlegung in die Innenstadt zwar mit Wehmut verbunden, er hoffe aber auf einen Erfolg für den neuen Standort. Dafür habe man lange mit allen Beteiligten verhandelt. Neben den USK und der Stadt engagierte sich vor allem auch die Wirtschaft, Tourismus und Marketing Stadt Kleve GmbH (WTM) für den Umzug.

Mehr Marktbeschicker als im Forstgarten

Einen positiven Effekt, sagte Schel, spüre man schon jetzt: Mit rund 40 Marktbeschickern liegt der Weihnachtsmarkt 2019 deutlich über der bisherigen Zahl von knapp 30 im Forstgarten. Mit vor Ort gebrannten Holzarbeiten, einem Bildhauer mit Steinmetzarbeiten, Metallobjekten, Nistkästen, handgefertigten Engeln oder Vogelfutter-Torten konnten neben bewährten Anbietern neue hinzugewonnen werden. Die Organisatoren freut besonders, dass unter ihnen mehrere Klever Händler sind.

Neue Illumination in der Innenstadt

Neben neuer Illumination am Brunnenhaus, Josefshaus und dem Turm des Café Solo wird es Lichterketten in den Bäumen geben, so dass sich die Besucher zum Markt geleitet fühlen können. Der große beleuchtete Schwan weist schon ab dem Wallgraben den Weg. Vorbereitet ist ein umfangreiches musikalisches Programm.

„Auch wenn der Forstgarten gut funktioniert hat, hat der neue Platz viele Vorteile,“ sagte WTM-Geschäftsführer Dr. Joachim Rasch. So sei für die Besucher ein Gang über den Markt gut mit den Weihnachtseinkäufen zu verbinden.

Der Nikolaus kommt übers Wasser

Die Budenstadt ist bis einschließlich 8. Dezember montags bis freitags von 15 bis 21 Uhr und samstags und sonntags von 12 bis 21 Uhr geöffnet. Für Sonntag, 1. Dezember, laden die Einzelhändler von 13 bis 18 Uhr zu verkaufsoffenen Sonntag in die Innenstadt. Am 6. Dezember, 17 Uhr, heißt es in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft „Der Nikolaus kommt übers Wasser“. Er steigt an der Herzogbrücke ins Boot, besteigt am Königsgarten gegen 17.30 Uhr seine Kutsche und fährt entlang der Spoy, an der Stadthalle vorbei bis zum Kavarinerbrunnen. Zu Fuß geht es dann zur Bühne auf dem Pastor-Leinung-Platz. Dort wird er dann ab 18.15 Uhr die von Klever Bäckern gespendeten Weckmänner an die Kinder verteilen.

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