Karneva Keppeln

Der Mais ist heiß im Keppelner Queekenland

Seit zehn Jahren dabei: Village People - der Mais ist heiß.

Foto: Anke Gellert-Helpenstein

Seit zehn Jahren dabei: Village People - der Mais ist heiß. Foto: Anke Gellert-Helpenstein

Keppeln.   Rosenmontagumzug in Keppeln: Tausende Karnevalisten feierten auf dem Land  und nahmen richtig gute Laune mit nach Hause

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„Op et Därp te lääve, es ons all vergönnt. Nemmt van hier met, so vööl as gej könnt.“ Oder für Nicht-Queeken: „Auf dem Dorf zu leben ist uns allen vergönnt – nehmt von hier mit so viel ihr könnt.“ Am Rosenmontag machten sich tausende Feiernde das Keppelner Queekenmotto zu eigen und nahmen jede Menge gute Laune mit nach Hause – und die Gewissheit: „Queekenland? Rosenmontag immer!“

Der närrische Lindwurm zog bei gut gelaunter Wintersonne unter Zugleitung von Dieter Kalbfleisch und Johannes Hunzelar durchs Dorf. Warm wurde den Jecken bei der Moderation durch Dea Franken bei Helau-Rufen und Schunkeleien von alleine. Stattliche 32 Wagen-, Fuß- und Musikgruppen ließen sich bunt gekleidet, fantasievoll geschmückt und mit herrlichen Wagenaufbauten feiern. Aus Keppeln trotzten u.a. die Queekentänzerinnen als Matrosinnen und aus 1001 Nacht der Kälte, während Fortuna Keppeln bogenschwingende Rächer ins Feld schickte. Dann war da noch die bunte Fußgruppe der geschwätzigen Papageien (vom Märchenwald) und die Village People, die im 10. Jahr ihres Mitziehens genau wussten, warum „der Mais heiß“ ist. Ins Staunen gerieten alle bei den prunkvollen Wagen. Ob LS Krähe mit dem medizinischen Gartenbau – sprich Hanfanbau -, die klasse Landstreichler als Räuber und Gendarm oder die neun Kümmerlinge mit ihrem frechen „Jamaika“-Wagen – alle hatten sich selbst übertroffen, die Wagen waren herrlich anzusehen.

Einbruchsserie auf die Schippe genommen

Auch der Reiterverein von Bredow Keppeln hatte einmal mehr mit dem Air-Berlin-Zerfall eine Wagennummer der Superlative auf die Beine gestellt: „Air Berlin ist insolvent – Reisen zu Pferd liegen voll im Trend.“ Weltgeschichtliche und lokale Themen hatten im Dorf ihren Platz. Die HobbyfleXer nahmen die Einbruchserie in Keppeln auf die Schippe, die KLJB Uedem protzte mit einer Rakete, während die Herren vom Totenhügel der Deutschen Bahn was Schnelles entgegen setzen wollten: den ICE „Totenhügel“: Die KLJB Keppeln hatte die Eiszeit auch Motto-mäßig mitgebracht. Die Gruppe Hubert Helmig lieferte einen frühen Osterhasen und den König der Löwen hatte sich Team Pünktchen auf den Wagen geholt.

Ähnlich märchenhaft und wirklich riesig: der Hein-Duck-Dich-Club, der 25 Jahre Disney Land Paris im Gepäck führte. Bei all dem und noch viel mehr gab’s nur eine Gruppe, die Rosenmontag in Keppeln gar nicht toll fand: Die Jungs von der Deutschen Glasfaser. Denn die hatten offensichtlich vom Queekenzug noch nie was gehört und wollten eigentlich weiter Kabel verlegen…

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