Kinderzukunftswerkstatt in Kleve

Der Minoritenplatz in Kleve mit Kinderaugen gesehen

Die Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums hatten viele Ideen für den Minoritenplatz.

Foto: Andreas Daams

Die Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums hatten viele Ideen für den Minoritenplatz. Foto: Andreas Daams

Kleve.   Das Konrad-Adenauer-Gymnasium zeigt in der Volksbank Kleverland die Ergebnisse ihrer Kinderzukunftswerkstatt. Gewünscht: Disco und Seniorenzentrum unter einem Dach.

Ein kleines, aber feines Hundertwasserhaus als Bürgerbegegnungsstätte. Mit Tourist-Info, Lesesaal, begrüntem Dachcafé, in dem es auch Livemusik und Lesungen gibt. Ein Computerraum mit freiem WLAN. Ein Raum für Kinder und Jugendliche, ein Seniorentreff, vielleicht noch ein paar Räume für die VHS. Hier soll Leben herrschen, tagsüber und auch abends, mitten in der Stadt. Ansonsten: Viel Grünfläche mit Hecken und Blumen, dazwischen Spielplätze, kleine bunte Türmchen und Sitzgelegenheiten. Platz zum Relaxen. So sollte der Minoritenplatz in Kleve aussehen, wenn es nach dem Willen der fünften bis siebten Klassen des Konrad-Adenauer-Gymnasiums geht.

Grundlegende Gedanken

Die haben sich vor den Sommerferien mal ein paar grundlegende Gedanken gemacht. „Kinderzukunftswerkstatt“ hieß das Projekt, mit dem das KAG auch gerne den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises bekommen würde. Wer nun die Volksbank Kleverland besucht, kann im hinteren Bereich nicht nur die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt betrachten, sondern auch direkt an einem Online-Voting teilnehmen. Wenn das genügend Leute machen, könnten die Schülerinnen und Schüler eventuell an einem Workshop in Berlin teilnehmen.

Zukunftsmusik

Aber das ist Zukunftsmusik. Insofern war es eine gute Idee, den Minoritenplatz ins Zentrum der Überlegungen zu rücken, ist der doch ebenfalls eine ewige Zukunftsmusik, wenn auch voller Misstöne. Doch ging es nicht nur um äußerliche Gestaltung, sondern auch um Innenarchitektur. „Kahle Wände sind langweilig“, fanden die Jugendlichen und bemalten beim Workshop gleich mal eine ganze Wand, die mit weißen Plakaten vollgehängt war.

Sowohl bei den Plänen wie auch bei der Ausführung der Modelle waren die Fünft- bis Siebtklässler nicht auf sich allein gestellt. Oberstufenschüler leiteten sie an, aber auch Klever Fachleuchte: Max Knippert, Werner van Ackeren, Marieta Schuhmacher, Pascale van Koeverden und Geva Hector. Zum Teil sind die Arbeiten in Vitrinen zu sehen, zum Teil auf Ständern und Tischen. Eine Platzbelebung mit Mosaiksteinen oder Mosaikmännchen ist zu bewundern, Säulen und Innenausstattung. Nebenbei ging es auch noch um die Umgebung der Schule – gewiss naheliegender als das Ewigkeitsprojekt Minoritenplatz.

Nun liegt es an den Besuchern und anderen Unterstützern, das Kinderzukunftswerkstatt-Projekt neben dem anderen KAG-Projekt, der AG Fairständnis, nach Berlin zu tragen.

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