Bürgerprotest

Der Pfahl in Goch zwischen den beiden Ländern ist wieder da

Die IG Viller Mühle hatte erneut in einem Akt des zivilen Ungehorsams die grüne Grenze zwischen Goch-Hommersum und Gennep geöffnet, die Stadt hat das Schild jetzt wieder verankert.

Die IG Viller Mühle hatte erneut in einem Akt des zivilen Ungehorsams die grüne Grenze zwischen Goch-Hommersum und Gennep geöffnet, die Stadt hat das Schild jetzt wieder verankert.

Foto: Niklas Preuten / NRZ

Goch-Hommersum.  Die Stadt Goch hat im Gocher Ortsteil Hommersum den Pfahl wieder in die Straße verankert, den Bürger zur  Grenzöffnung entfernt hatten.

Erneut hatte eine Interessengemeinschaft Hommersumer Bürger, IG Viller Mühle, den Grenzpfahlhttps://dcx.funkemedien.de/dcx/documents#/doc/doc755gjooy2bsa5vhl13ee entfernt, der an der Straße Kamper Weg Deutschland von den Niederlanden trennt. An diesem Dienstag gegen 8.30 Uhr hat die Stadtverwaltung den Pfahl wieder anbringen lassen. Seit fast vier Wochen war der Weg frei gewesen.

Enttäuscht über die „Miteinanderstadt

Heinz Bömler, „wahnsinniger Puppenspieler“ und Hommersumer Bürger, ist enttäuscht über die „Miteinanderstadt“, wie sich Goch nennt, in der es „nur kein Miteinander im Grenzbereich Hommersum mit den Niederländern“ gebe. Die Interessengemeinschaft der Anwohner hatte an den Tagen 25. April (ein Donnerstag) und 8. Mai (ein Mittwoch) von 8 bis 18 Uhr die durchfahrenden Autos gezählt, am ersten Tag waren es vier, am anderen zwei PKW, meldet sie.

Gespräche zwischen Goch und Gennep laufen

Für die Stadtverwaltung antwortet Sprecher Torsten Matenaers der NRZ auf Anfrage: „Die verkehrsrechtliche Anordnung besteht weiterhin“ und könne nicht durch ein eigenwilliges Vorgehen von Bürgern aufgelöst werden. „Uns in Goch und in Gennep ist viel daran gelegen, den kleinen Grenzverkehr zu ermöglichen. Ob das an der Stelle nun sinnvoll ist, sei dahingestellt“, sagt Matenaers. „Seit einiger Zeit und weiterhin laufen Gespräche zwischen Goch und Gennep, was die Grenze anbelangt“, versichert der Stadtsprecher.

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