Freizeitstätte

Der Wisseler See wird erst 2019 verkauft

Die Stadt Kalkar wird den Wisseler See erst 2019 verkaufen können.

Die Stadt Kalkar wird den Wisseler See erst 2019 verkaufen können.

Foto: Marc Albers

Kalkar.   Es müssen noch steuerliche Fragen durch die Finanzbehörden geklärt werden. Investor möchte erheblich investieren und die Attraktivität steigern.

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Der Verkauf des Camping- und Freizeitparks Wisseler See gehört zu den lokalpolitischen Themen, die in Kalkar seit vielen Jahren diskutiert werden. Wichtige Weichenstellungen dazu sind mittlerweile erfolgt. Nachdem im Jahr 2017 das europaweite Vergabeverfahren zum Verkauf gestartet wurde, hat der von Verwaltung und Politik favorisierte Interessent sein Konzept im Frühjahr dieses Jahres vorgestellt. Es sieht erhebliche Investitionen in das Areal vor, um die in die Jahre gekommene Bausubstanz zu verbessern. Darüber hinaus soll die Freizeitanlage mit neuen Attraktionen ausgestattet werden, um die Anziehungskraft und die Attraktivität auch für neue Zielgruppen zu erhöhen. „Gerade im Wassersport wird sich das Angebot deutlich verbessern“, sagt Wirtschaftsförderer Bruno Ketteler.

Mit einem Verkauf in diesem Jahr wird es allerdings nichts mehr werden. „Die komplexen Vertragskonstruktionen, die eine Kölner Fachanwaltskanzlei entworfen hat, lösen einige steuerliche Fragestellungen aus. Diese müssen belastbar geklärt werden, damit es am Ende keine unliebsamen Überraschungen gibt“, sagt Bürgermeisterin Dr. Britta Schulz. „Für uns geht Gründlichkeit vor Schnelligkeit“. Daher werde jetzt eine verbindliche Auskunft bei der Finanzverwaltung eingeholt. Diese Aufgabe übernimmt eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für die Stadt Kalkar.

Prüfung durch Finanzbehörden

„Parallel dazu wird geklärt, wie die Vorgaben der Gemeindeordnung bei der Veräußerung wirksam verankert werden können“, erläutert Kämmerer Stefan Jaspers. „Realistisch betrachtet wird eine Vertragsunterzeichnung daher vermutlich erst Mitte 2019 erfolgen können, sind sich Jaspers und Wirtschaftsförderer Bruno Ketteler, der die Verkaufsaktivitäten koordiniert, einig. Das Beispiel Klever Hallenbad hat vor zwei Jahren bereits gezeigt, dass die Finanzbehörden sich bei diesen Prüfungen durchaus Zeit lassen.

Unabhängig davon stellt die Freizeitpark Wisseler See GmbH in den kommenden Wochen die Weichen für die Zukunft. Geschäftsführerin Daniela Dellemann, die bereits im vergangenen Jahr ausscheiden wollte, hat sich auf Bitte der Bürgermeisterin bereiterklärt, bis ins Frühjahr 2019 hinein Verantwortung zu tragen. „Wir wollen jetzt die Nachfolge von Frau Dellemann zügig klären, damit eine vernünftige Übergabe möglich ist. Und ich bin sicher, Frau Dellemann wird ihrem Nachfolger oder ihrer Nachfolgerin in der Anfangszeit gerne noch mit Rat und Tat zur Verfügung stehen“, ist Britta Schulz überzeugt.

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