Wirtschaft

Der Wisseler See wird verkauft

Das Verkaufsverfahren zum Wisseler See beginnt jetzt.

Foto: Marc Albers

Das Verkaufsverfahren zum Wisseler See beginnt jetzt. Foto: Marc Albers

Kalkar-Wissel.   Der Rat der Stadt Kalkar machte am Donnerstagabend in nicht-öffentlicher Sitzung den Weg für die Veräußerung des Freizeitgeländes frei. In der zweiten Jahreshälfte soll der Verkauf abgewickelt sein

Der Freizeitpark Wisseler See wird definitiv verkauft werden. Der Rat der Stadt Kalkar hat am Donnerstagabend in nicht-öffentlicher Sitzung den Weg für eine Veräußerung frei gemacht. Bürgermeisterin Dr. Britta Schulz sagte im Gespräch mit der NRZ, dass man sich jetzt auf die Suche nach einem Investor begeben werde. „Der Rat hat ein zweistufiges Verfahren beschlossen“, so Schulz. In einem ersten Schritt wird ein Teilnehmer-Wettbewerb gestartet. Die Ausschreibung wird EU-weit erfolgen. Im zweiten Schritt sollen dann Rat und Verwaltung definieren, was sie sich für die Zukunft des Freizeitgeländes vorstellen.

Britta Schulz sagte, dass der See als Freizeiteinrichtung auch künftig genutzt werden soll und dass die Anlage auch für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben soll. Die Ausschreibung soll jetzt in den nächsten Tagen erfolgen.

Eine stattliche Summe

Der Rat beschloss auch ein Mindestgebot für den Verkauf: „Wir wollen den See nicht zum Nulltarif verschleudern“, so Schulz. Es sei klar, dass man mit den Einnahmen den Kalkarer Haushalt sanieren müsse. Und so wurde der Mindestkaufpreis auf eine stattliche Summe festgelegt. Die genaue Höhe darf aus vergaberechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden.

Verkauft werden sollen alle Flächen, die im Besitz der Stadt Kalkar sind, beziehungsweise in der Gesellschaft „Freizeitpark Wisseler See“. Dazu gehören das Freibad, der Campingplatz, ein Hotelgrundstück und das Ferienhausgelände. Bürgermeisterin Britta Schulz hofft darauf, dass man jetzt zügig einen Investor findet: „Der Campingplatz schreibt in jüngster Zeit schwarze Zahlen. Das ist sehr gut. Ein totes Pferd brauche ich nicht zu verkaufen“, so Schulz. Wenn man keinen geeigneten Käufer findet, soll der Betrieb der Freizeitstätte fortgeführt werden.

Für die jetzt anstehenden Verfahrensschritte zeichnet Wirtschaftsförderer Dr. Bruno Ketteler verantwortlich. Im Gespräch mit der NRZ sagte er, dass man in der nächsten Woche mit dem Teilnahmewettbewerb starten möchte. Im Rahmen dieses Wettbewerbes sollen mögliche Investoren sondiert werden, die in der Lage sind so eine große Anlage zu führen und die auch Erfahrung auf dem Gebiet des Freizeittourismus haben. In einem zweiten Schritt wird dann das eigentliche Verhandlungsverfahren geführt. Darin werden dann auch die Kriterien für einen Verkauf festgelegt. Bruno Ketteler ist zuversichtlich: „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind zurzeit sehr gut.“ Bereits in der zweiten Jahreshälfte möchte er das Gelände verkauft haben.

Die Gespräche mit dem aktuellen Kiesunternehmen laufen übrigens weiter. Wie berichtet hatte das Unternehmen Zusagen zur Verbesserung der Freizeitqualität gemacht, unter anderem einen Wanderweg versprochen. „Der Wanderweg hat eine hohe Priorität und diese Gespräche laufen auch“, so Ketteler.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik