Goldene Kamera

„Die Beet-Brüder“ mit Ralf Dammasch sind nominiert

Ralf Dammasch steht in der selbst gebauten Rotunde in seinem Garten auf dem Gocher Reidelhof.

Ralf Dammasch steht in der selbst gebauten Rotunde in seinem Garten auf dem Gocher Reidelhof.

Foto: Niklas Preuten

Goch.   Die TV-Sendung „Die Beet-Brüder mit dem Gocher Landschaftsgärtner Ralf Dammasch ist für die Goldene Kamera nominiert.

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Der Winter ist für Ralf Dammasch die ruhigste Zeit im Jahr. Der Landschaftsgärtner überlässt sein grünes Paradies auf dem Gocher Reidelhof im Dezember und Januar praktisch sich selbst. Der 51-Jährige hat dann auch Muße zum Reisen wie zuletzt auf einer 7000-Kilometer-Tour im eigenen Bus durch neun europäische Länder. In dieser kostbaren Freizeit erreichte den viel beschäftigten Dammasch eine Nachricht, die ihn wieder an die Arbeit denken ließ – im positiven Sinne. Die Doku-Show „Die Beet-Brüder“ des Fernsehsenders Vox, in der Dammasch mit seinen Kollegen Claus Scholz und Henrik Drüen fremde Gärten auf Vordermann bringen, ist für die Goldene Kamera nominiert.

In der Kategorie „Bestes Dokutainment-Format“ sieht der Gocher die „Die Beet-Brüder“ neben Genre-Schwergewichten wie „Die Höhle der Löwen“ oder „Shopping Queen“ zwar als „No-Name. Doch die Nominierung bedeutet eine neue Wertigkeit und Wertschätzung für die Sendung“, sagt er.

Seit 2007 ist Dammasch durch „Ab ins Beet“, dessen 14. Staffel ab März auf Vox läuft, einem größeren Publikum als ausgewiesener Garten-Fachmann bekannt. Acht Jahre später, als die erste von bislang drei Staffeln der „Beet-Brüder“ ausgestrahlt wurde, entschied er, sich auf die TV-Karriere zu konzentrieren. Zuletzt gehörte die Sendung mit durchschnittlich knapp zehn Prozent Marktanteil und mehr als zwei Millionen Zuschauern in der Spitze zu den starken Quotenbringern bei Vox. „Von diesen Zahlen sind wir abhängig. Sollte die Sendung irgendwann einmal abgesetzt werden, habe ich davor aber auch keine Angst. Dann würde ich mein Leben wieder komplett umstellen“, sagt Dammasch.

Ab Mitte März werden jedoch erst einmal neue Folgen der „Beet-Brüder“ produziert. Dabei verändert das kreative TV-Trio zusammen mit den Besitzern in nur sieben Tagen und mit möglichst wenig Geldeinsatz Gärten in der ganzen Republik. Ein Drehbuch gibt es nicht. „Viele Leute glauben es nicht, aber wir arbeiten wirklich jeden Tag von 7.30 Uhr bis zur Dunkelheit durch. Nach so einer Woche bin auch ich platt“, gesteht Dammasch, der sein eigenes, 5000 Quadratmeter großes Kleinod regelmäßig bei der Aktion „Offene Gartenpforte“ öffnet.

Noch befindet sich der Reidelhof aber im Winterschlaf. Sein Besitzer dagegen macht bereits wieder Pläne – und denkt dazwischen an die Goldene Kamera.

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