Verkehr

Die E-Radbahn Kleve - Kranenburg wird nicht teurer

Das Projekt E-Radbahn soll nicht teurer werden.

Das Projekt E-Radbahn soll nicht teurer werden.

Foto: Andreas Gebbink

Kleve.   Das teilt die Stadt Kleve der NRZ auf Nachfrage mit. Fast 18 000 Kubikmeter Schotter werden für die E-Radbahn benötigt

Heute endet die Frist für die öffentliche Ausschreibung der E-Radbahn Kleve-Kranenburg. Um 11.30 Uhr werden im Klever Rathaus die Umschläge mit den Bewerbungen geöffnet und dann wird sich zeigen, ob man das Projekt tatsächlich zu den anvisierten Kosten in Höhe von 6,52 Millionen Euro errichten kann.

34 000 Quadratmeter versiegelt

Überrascht hat den aufmerksamen Projektbeobachter auf jeden Fall die Leistungsbeschreibung für den zweiten Bauabschnitt. Tiefbauamtsleiter Bernhard Klockhaus hatte in den Ausschüssen auf Nachfrage betont, dass man keine größeren Schottermassen bewegen müsse. Der vorhandene Untergrund des zweiten Gleisbettes sei ausreichend, um die Höhenunterschiede auszugleichen.

Auch auf NRZ-Nachfrage im Januar 2018 („Wie viel Erde, Schotter etc. muss für die E-Radbahn aufgeschüttet werden?“) hieß es aus dem Rathaus: „Anhand der Vorplanung werden durch den Radweg zirka 30 150 Quadratmeter der Bahntrasse neu versiegelt. Natürlich anstehender Boden wird jedoch nicht in Anspruch genommen. Der vorhandene Schotter im ehemaligen Gleisbett wird im Zuge des Radwegeausbaus als Tragschicht verwendet.“

Aus den Ausschreibungsunterlagen ist jetzt ersichtlich, dass für den Abschnitt Kleve-Kranenburg 10 650 Kubikmeter Forstschutzschotter zusätzlich benötigt werden und für das Stadtgebiet Kleve noch einmal 7000 Kubikmeter Forstschutzschotter. Insgesamt müssen 48 000 Quadratmeter Oberboden aufgenommen und entsorgt werden. Als Asphaltdeckschicht werden jetzt 34 000 Quadratmeter angegeben.

Die NRZ hakte bei der Klever Verwaltung bezüglich der einzubauenden Schottermengen noch einmal nach. Jetzt heißt es auf Anfrage, dass man die entsprechenden Aufbaustärken für die Forstschutzschicht und für Tragschicht „natürlich“ im Vorfeld schon bemessen habe. Auf die Frage, ob sich das Projekt durch den Schottereintrag von 18 000 Kubikmeter verteure, lautete die klare Antwort: „Die Maßnahme verteuert sich nicht“. Auch die Entsorgung des Oberbodens werde die Maßnahme nicht verteuern, so die Klever Stadtverwaltung.

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