Neubau

Die FDP Kreis Kleve verweigert Zustimmung für Neubau TBH

So soll das neue, dreistöckige Theodor-Brauer-Haus in Kleve hinterm Bahnhof aussehen.

So soll das neue, dreistöckige Theodor-Brauer-Haus in Kleve hinterm Bahnhof aussehen.

Foto: TBH

Kreis Kleve.   Die Freidemokraten zweifeln an der Raumplanung. Passen alle Ausbildungsstätten in den Neubau? TBH will für neue Themenfelder nicht so viel Platz.

In der Kreistagssitzung verweigerte die FDP die Zustimmung zu einem Kreisanteil von 1,2 Millionen Euro am Neubau des Theodor-Brauer-Hauses. Wie berichtet, plant die Berufsbildungseinrichtung ein neues Gebäude zu sieben Millionen Euro auf städtischem Grundstück an der Riswicker Straße hinterm Bahnhof Kleve. Vier Millionen Euro will das TBH selbst erwirtschaften oder als Kredit aufnehmen, zwei Millionen sollen als zweckgebundener Baukostenzuschuss der Kreis und die Stadt Kleve übernehmen.

Klapdor: „Wir sollten nicht blind zustimmen“

„Wir benötigen heute weniger Werkstattfläche, dafür mehr Seminar- und Schulungsräume“, hatte Geschäftsführer Bernd Pastoors vorigen Monat der NRZ erklärt. In der Kreistagssitzung aber hatte Ralf Klapdor, FDP, „inhaltliche Bedenken“, ob wirklich all die Ausbildungsstätten des TBH – Küchen, Gartenbau, Werkstätten – in den Neubau passen würden. „Der ist nicht deckungsgleich mit den genutzten Räumen derzeit“, so Klapdor. „Wir sollten die Veränderungen kennen und nicht blind zustimmen“.

Das TBH möchte sich neue Themenfelder erschließen

Wilfried Suerick vom Büro des Landrates erklärte, im Neubau werde das TBH „neue Themenfelder erschließen“, alles werde begleitet durch den Kontrollrat, in dem ja auch zwei Politiker sitzen. Die drei alten, abgenutzten Liegenschaften (Briener Straße sowie gemietet an Thaerstraße und an den Bleichen) werde das TBH aufgeben (außer Stadthalle).

Kreisverwaltung: mehr Patz da als benötigt wird

Deren Lehrinhalte fänden Platz im neuen Haus. Es sei sogar so viel Raum, dass im oberen Bereich des dreigeschossigen Neubaus ein Drittel noch nicht gleich ausgebaut werde muss. Suerick bat um Unterstützung aller, allein schon wegen der symbolischen Wirkung. Doch es gab eine Gegenstimme und vier Enthaltungen.

Die Gespräche mit der Stadt Kleve zu einem Grundstückstausch liefen positiv, der notarielle Vertrag ist in Vorbereitung. Über den Stadtanteil am Baukostenzuschuss in Höhe von 800.000 Euro berät am Mittwoch,15. Mai, der Rat Kleve.

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