Gesundheit

Die Forensik in Bedburg-Hau kann erweitern

Die Buchenallee soll für die Klinikerweiterung in Bedburg-Hau nicht überbaut werden.

Foto: Andreas Gebbink

Die Buchenallee soll für die Klinikerweiterung in Bedburg-Hau nicht überbaut werden. Foto: Andreas Gebbink

Bedburg-Hau.   Das Land NRW baut für 20 Millionen Euro eine neue forensische Einrichtung. Die Buchenallee wird nicht überbaut, der Kreisverkehr wird geöffnet.

Die Gemeinde Bedburg-Hau hat sich mit der LVR-Klinik über die künftige Gestaltung des Klinikgeländes geeinigt. Wie berichtet, sahen die ersten Planungen des Landes für ein neues Forensikgebäude auch eine Überbauung der Buchenallee vor. Just jene Straße, die die Gemeinde Bedburg-Hau als wichtige Verbindung zwischen Hau und Schneppenbaum etablieren möchte, um den nördlichen Teil des Klinikgeländes zu öffnen. Im Hinblick auf diese Entwicklung wurde auch der Kreisverkehr an der Uedemer Straße errichtet.

Die Planungen des Landes drohten die Gemeindepläne zu durchkreuzen. Doch jetzt haben sich die Partner geeinigt. Dieter Henseler, Bauamtsleiter in Bedburg-Hau, sagte im Gespräch mit der NRZ, dass die Buchenallee nicht überbaut und zu einer verkehrsberuhigten Zone umgestaltet wird. Auf der Buchenallee werde vermutlich bereits im Frühjahr 2018 Tempo 30 gelten und der Kreisverkehr an der Uedemer Straße wird auch im Frühjahr freigegeben. Eine entsprechende Beschilderung für die Verkehrsführung wird erfolgen.

Bauvoranfrage gestellt

Südlich der Buchenallee plant das Land NRW die Errichtung eines neuen Hauses für die Forensik. Das Gebäude soll 69 Plätze bieten, vor allem für Frauen. Der Landesbeauftragte für den Maßregelvollzug, Uwe Dönisch-Seidel, geht davon aus, dass man Anfang 2019 mit den Bauarbeiten beginnen werde und Ende 2020 der Einzug geplant werden könne. Das neue Haus wird drei Stationen mit jeweils 23 Patienten haben. Insgesamt werden 20 Millionen Euro investiert, so Dönisch-Seidel im Gespräch mit der NRZ.

Die Bauvoranfrage wurde bereits eingereicht, die Bezirksregierung wird sie bearbeiten. Die Gemeinde Bedburg-Hau wolle jetzt so schnell wie möglich ihr Okay geben, sagt Dieter Henseler. Allerdings sei es nach wie vor Absicht der Gemeinde einen neuen Bebauungsplan über das Gelände zu legen. Die Veränderungssperre bleibt erhalten.

Bauamtsleiter Dieter Henseler sieht eine verkehrsberuhigte Buchenallee nicht als optimale Verbindungsstrecke zwischen Hau und Schneppenbaum, allerdings habe man keine Alternative. „Das ist immer noch ein Klinikgelände, auf dem auch Patienten laufen“, sagte Henseler.

Knackpunkt Buchenallee

Die SPD in Bedburg-Hau ist mit den Planungen zufrieden. Willi van Beek, Fraktionsvorsitzender: „Es wurden in fairer Weise sowohl die Interessen der Gemeinde als auch die der Klinik berücksichtigt. Die Einigung ist eine gute Basis für eine beiderseitige positive Entwicklung.“ Die Bedingungen zur Verkehrsberuhigung seien nachvollziehbar, da dem angrenzenden Klinikbetrieb Rechnung getragen werden müsse. Auch ein Forensikneubau nach modernen Standards wird von der SPD unterstützt.

Ähnlich sieht es Silke Gorißen von der CDU. „Uns war wichtig, dass die Buchenallee nicht überbaut wird und wir eine Verbindung zwischen Hau und dem Gemeindezentrum herstellen können. Und wir wollen der Klinik auch keine Steine in den Weg legen.“ Gorißen geht davon aus, dass die Buchenallee auch künftig von den Bürgern genutzt wird: „Die Strecke ist unglaublich kurz und eine echte Alternative zur Umfahrung des Klinikgeländes“, sagte Silke Gorißen der NRZ.

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