Freibad Kleve

Die Freibadsaison kann in Kleve zum Ferienbeginn starten

Pünktlich zum Ferienbeginn wurde das neue Freibad in Kleve in Betrieb genommen. 

Pünktlich zum Ferienbeginn wurde das neue Freibad in Kleve in Betrieb genommen. 

Foto: Andreas Gebbink / nRZ

Kleve.  Pünktlich zum Ferienbeginn eröffneten die Klever Stadtwerke das Außengelände des Sternbuschbades. Das neue Hallenbad besuchten 95.000 Menschen.

Helga Driessen freut sich. „Das ist so eine schöne Aussicht hier, fantastisch“, sagt sie. Die 70-Jährige aus Goch war gestern eine der ersten Badegäste des neuen Klever Freibades. Das neue Bad besticht vor allem mit seiner traumhaft schönen Liegewiese, einer wunderbaren Integration in den Sternbuschpark und natürlich durch die neuen Außenbecken. Helga Driessen kommt jede Woche ins neue Sternbuschbad. Ganz gemütlich zieht sie hier ihre Runden. Dass man in Kleve in Ruhe schwimmen könne, sei auch der Hauptgrund, warum sie nicht ins „GochNess“ gehe. Da sei ihr zu viel Trubel und es werde zu stark auf die Jugendlichen gesetzt: „Hier ist es schöner“, sagt sie.

95.000 Besucher zwischen November und Juni

Das hören die Verantwortlichen in Kleve gerne. Bürgermeisterin Sonja Northing gab gestern bekannt, dass zwischen Ende Oktober und Ende Juni bereits 95.000 Menschen das neue Hallenbad besucht haben. Das sei eine Verdreifachung der Besucherzahlen im Vergleich zum alten Hallenbad am Königsgarten. Ein Jahr zuvor besuchten das alte Bad nur noch 27.350 Schwimmer.

Northing erinnert sich daran, dass sie als Schülerin noch mutig vom Fünf-Meter-Turm gesprungen sei. „Im Freibad habe ich mich auch zum ersten Mal verliebt“, sagte sie. Sie erinnere sich gerne an die freie Zeit, die sie mit ihren Freunden und Klassenkameraden hier verbracht habe. „Ich wünsche dem Sternbuschbad eine gute und erfolgreiche Zukunft“, so Northing.

21,3 Millionen Euro wurden ausgegeben

Jörg Cosar, Vorsitzender des Aufsichtsrates, hatte zur Eröffnung noch ein paar Zahlen parat. So umfasse die Liegefläche 23.000 Quadratmeter und es seien 113 Bäume gepflanzt worden. Ein Beachvolleyballfeld wurde angelegt und ein ausgiebiger Kleinkinder-Bereich.

Auch finanziell könne sich das Sternbuschbad sehen lassen. Mit 21,3 Millionen Euro liege man sehr dicht an der gesetzten Zielmarke von 20 Millionen Euro. Und was ursprünglich als Hindernis angesehen wurde – das lange Warten auf den steuerlichen Verbund des Finanzamtes – stellte sich später als Glücksfall heraus: Durch die lange Wartezeit habe man die Kreditverträge in einer historischen Tiefzinsphase abschließen können: „Allein dadurch haben wir fünf Millionen Euro gespart“, sagte Cosar. Im Nachhinein könne man dem Finanzamt die lange Bearbeitungszeit daher verzeihen.

Das Sternbuschbad wird von vielen Menschen angenommen. Im Umkreis von einer halben Stunde Fahrtzeit wohnen 230.000 Menschen, so Cosar. Und da die Preise sozial ausgewogen seien, rechne man auch in den Sommermonaten mit zahlreichen Besuchern.

Informationen zum Sternbuschbad gibt es im Internet unter sternbuschbad.de.

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