Jugendhilfe

Die inklusive Wohngruppe in Goch lebt bald im neuen Haus

nrichtungsleiter Dirk Wermelskirchen, Fachbereichsleiter Jugend und Familie bei der Caritas, freut sich auf die neuen Möglichkeiten in Asperden.

nrichtungsleiter Dirk Wermelskirchen, Fachbereichsleiter Jugend und Familie bei der Caritas, freut sich auf die neuen Möglichkeiten in Asperden.

Foto: nik

Goch-Asperden.   In Goch-Asperden errichtet die Caritas einen Neubau. Behinderte und junge Leute mit anderen Problemen leben dort miteinander.

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Die jungen Leute, die künftig im Neubau der „Münze“ der Caritas am Knobbenhof in Asperden wohnen werden, haben Betreuungsbedarf, weil sie aus verschiedenen Gründen nicht in ihren Ursprungsfamilien bleiben konnten. Einige von ihnen sind auch körperlich oder geistig behindert. Ab Mitte Juli werden sie ihre Zimmer beziehen.

Pädagogik in der Jugend- und Behindertenhilfe

Dirk Wermelskirchen, Fachbereichsleiter für Jugend und Familie, ist als Einrichtungsleiter Stationäre Einrichtungen zuständig für die Münze mit ihren Wohngruppen. Die Münze versteht sich als pädagogische Einrichtung der Jugend- und Behindertenhilfe, Kostenträger sind die Jugendämter oder der Landschaftsverband.

Unterstützt von der „Aktion Mensch“

„Beim Bau des neuen Hauses in Asperden sind wir von der ‘Aktion Mensch’ unterstützt worden“, erzählt Wermelskirchen vom Erfolg seines Vorgängers Karl-Heinz Hüttermann. Ein von außen schlichtes Flachdachgebäude, das sich harmonisch in die Umgebung einfügt, hat der Gocher Architekt Johannes Peeters geplant. Zweigeschossig mit eingeschossigem Nebentrakt, braun verklinkert, von einer grünen Hecke umgeben. Der Kindergarten ist gleich nebenan, die Grundschule gegenüber. Das Pfarrbüro der Asperdener Kirche grenzt hinten an den Garten an – demnächst wird eine Mauer für etwas Abstand sorgen.

„Mitten im Ort – so wollen wir es haben“

„Mitten im Ort – so wollen wir es haben. Unsere Wohngruppen sind dort, wo auch andere Menschen leben, und sie sind inklusiv angelegt. Behinderte und junge Leute mit anderen Problemen leben miteinander. Manche haben Gewalt und Missbrauch erfahren, bei einigen kamen die Eltern nicht mit der Beeinträchtigung ihres Kindes zurecht oder waren einfach überfordert“, berichtet der Sozialpädagoge Wermelskirchen. Wichtig bleiben die Angehörigen dennoch: „Wir arbeiten, so weit das geht, intensiv mit den Eltern zusammen“, sagt er.

Schon seit vielen Jahren gehört die Münze zu Asperden

Schon seit vielen Jahren gehört die Münze zu Asperden. Ein unauffälliges Wohnhaus beherbergte die Wohngruppe lange Zeit. Aber der Altbau ist in die Jahre gekommen und nicht barrierefrei. „Deshalb bauen wir ihn um, damit dort demnächst Betreutes Wohnen eingerichtet werden kann“, erklärt der Fachbereichsleiter.

Junge Leute über 18 Jahre, die tagsüber zum Beispiel in einer Werkstatt arbeiten, kommen mit einer zeitweisen Hilfe zurecht. Die jüngeren Mädchen und Jungen nebenan hingegen benötigen noch feste Betreuung. „Fünf pädagogische Fachkräfte kümmern sich um sie“, so Wermelskirchen. Auch über Nacht ist immer jemand da.

Garten und Terrasse in guter Nachbarschaft

Der Neubau hat im Erdgeschoss eine große Küche plus Vorratsraum und ein Esszimmer, außerdem einen Wohnraum für gemeinschaftliche Aktivitäten. Jede/r Jugendliche bekommt ein eigenes Zimmer, in beiden Etagen sind WC- und Waschräume für beide Geschlechter vorhanden. Es gibt einen Aufzug. Schön ist der Blick aus den großen Fenstern zu jeder Seite. „Nach hinten raus werden wir auch einen Garten mit einer großen Terrasse haben“, erzählt Dirk Wermelskirchen. Die Caritas setzt weiterhin auf eine gute Nachbarschaft und freut sich auf den Neustart am Knobbenhof.

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