Berufskolleg Kleve

Die neuen Pläne für das Berufskolleg in Kleve

Die neuen Pläne für das Berufskolleg in Kleve. Architekt Ekkehard Voss hat einige Änderungen vorgenommen. Hier der neue Trakt für die naturwissenschaftlichen Fächer. 

Die neuen Pläne für das Berufskolleg in Kleve. Architekt Ekkehard Voss hat einige Änderungen vorgenommen. Hier der neue Trakt für die naturwissenschaftlichen Fächer. 

Foto: nps tchoban voss

Kleve.   Architekt Ekkehard Voss stellte die überarbeiteten Planungen für das neue Berufskolleg vor. Werkstatt und Turnhalle erhalten neue Standorte.

Es ist eine riesige Baustelle und kaum einer nimmt bislang Notiz davon: Still und leise wird das größte Berufskolleg Nordrhein-Westfalens in Kleve einer umfassenden Wandlung unterzogen. Quasi jeder Raum wird erneuert. Im Hauptgebäude sind die Arbeiten schon weit fortgeschritten. In Kürze kann der nächste Trakt bearbeitet werden: Haupteingang, Mensa und Pädagogisches Zentrum.

Aber das ist noch lange nicht alles. Gut 40 Millionen Euro werden bis 2022 an der Felix-Roeloffs-Straße noch verbaut. Bereits 2017 hatte Architekt Ekkehard Voss einen Masterplan für die neue Schule vorgestellt (wir berichteten), am Donnerstagnachmittag präsentierte er im Kreistag die neuesten Änderungen, die jetzt peu à peu umgesetzt werden.

Änderungen der Pläne

Im Gegensatz zur ersten Planung wird der Anbau ans Hauptgebäude nicht mehr in einer Karreeform erfolgen, sondern als Riegel errichtet, der sich auf dem Gelände des ehemaligen Fahrradabstellplatzes erstreckt. Voss erklärte, dass man nicht ganz so viele Räumlichkeiten benötige, wie ursprünglich vorgesehen. In dem Erweiterungsgebäude werden vor allem die naturwissenschaftlichen Fächer untergebracht. Künftig gibt es dafür mehr Raum für den Schulhof.

Neue Werkstätten für Metaller, Schreiner, Elektriker

Neu ist auch, dass die Werkstätten für die überbetriebliche Ausbildung (ÜBL, Metaller, Schreiner, Elektriker) nun einen neuen Standort erhalten. Sie wird auf dem Gelände des heutigen Sportplatzes errichtet. Dies habe den Vorteil, dass der Werkstattbetrieb ohne Unterbrechungen während der Bauphase fortgeführt werden könne, so Voss. Die neue Werkstatt umfasst 3614 Quadratmeter und wird dann ausschließlich für die ÜBL genutzt. Heute wird die Einheit auch vom Berufskolleg in Anspruch genommen. Die Baugenehmigungen für den Erweiterungsbau des Hauptgebäudes und für die Werkstätten wurden beantragt. In gut sechs Wochen sollen diese vorliegen. Baubeginn wäre im Sommer.

Eine neue Turnhalle wird errichtet

Wenn die neue Werkstatt erstellt ist, dann wird auf dem Gelände der alten Werkstatt eine neue Turnhalle errichtet. Die alte Turnhalle bleibt auch erhalten und wird ertüchtigt. Die Sportanlage fällt deutlich kleiner aus. Voss erklärte, dass man für den Schulsport keine großen Sportplätze mehr vorhalten müsse. Es reichen kleinere Spielfelder und Flächen für die Leichtathletik.

Kein Parkdeck für Schülerparkplatz

Vom Tisch ist vorerst die Errichtung eines Parkdecks am Schülerparkplatz. Man wolle erst den tatsächlichen Bedarf abwarten, so Voss. Auf dem Gelände verteilt wird es mehrere Fahrradständer geben, die allerdings nicht überdacht werden.

  • Baukosten sind schwer im Zaum zu halten
  • Die Kosten für den Um- und Neubau werden zurzeit auf 38,5 Millionen Euro angesetzt. Projektleiter Wilfried Suerick sieht bislang keine Kostenüberschreitungen. Allerdings kämpfe man mit einer überhitzten Baukonjunktur. Es sei schwer geworden, Handwerksunternehmen zu bekommen. Wenn die Kosten sich erhöhen, müsse der Kreistag einen neuen Beschluss fassen. „Eines werden wir mit Sicherheit nicht tun: unsere Baustandards senken“, so Suerick.
  • Ein Teil der Schüler ist wegen der Bauarbeiten zurzeit in Bedburg-Hau untergebracht. Der Vertrag soll um ein halbes Jahr verlängert werden. Dies kostet den Kreis 120.000 Euro Miete.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben