Wirtschaft

Die Region brummt

Der Kreis Kleve vermarktet sich auf der Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München

Der Kreis Kleve vermarktet sich auf der Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München

Foto: NRZ

Kreis Kleve/München.   Der Kreis Kleve vermarktet sich auf der Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München. In den vergangenen Jahren gab es eine stetig gute Entwicklung

Manchmal ist es gut, wenn man mit einem gewissen Abstand auf die tagtäglichen Entwicklungen schaut. Landrat Wolfgang Spreen rief auf der Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München in Erinnerung, welch rasante Entwicklung der Kreis Kleve in den vergangenen zehn Jahren gemacht habe. Die Gründung der Hochschule Rhein Waal in Kleve habe zu einem gänzlich neuen Stadtbild geführt, die Zahl der Arbeitsplätze sei im Kreis Kleve von 88 000 auf annährend 94 000 gestiegen und der Flughafen Weeze habe sich ebenfalls sehr gut etabliert und genieße große Wachstumspotenziale: „Wir sind auf einem sehr guten Weg“, sagte Spreen im Gespräch mit der NRZ.

Dennoch benötige man für die künftige Wirtschaftsentwicklung weitere Anstrengungen. Der zurzeit diskutierte Regionalplan lasse den ländlichen Gemeinden mitunter zu wenig Raum für Entwicklungen. Ortsteile wie Goch-Kessel, Uedem-Keppeln oder Kalkar-Grieth müssten die Chance haben, zu wachsen. Dies dürfe man mit einer restriktiven Bauleitplanung nicht ausbremsen. Spreen ist guter Hoffnung, dass die Eingaben des Kreises auch von der Landesregierung gehört werden. Beeindruckt zeigte er sich von den Entwicklungen in Kleve. Es sei nicht einfach, Tausende Studierende in die Stadt zu integrieren. Es sei bislang schon viel gebaut worden und dies werde sich auch in den nächsten Jahren vermutlich noch weiterentwickeln. Die Hochschule habe sich als Wirtschaftsmotor für die Region entpuppt.

Auf der Gewerbeimmobilienmesse Expo-Real in München vermarkten die Städte und Gemeinden aus dem Kreis insgesamt 500 Hektar Gewerbeflächen, darunter befindet sich auch der Flughafen Weeze mit 200 Hektar. Der Kreis möchte künftig an den Standorten Emmerich, Goch und Straelen größere Gewerbeflächen anbieten. Spreen betonte, dass dies Standorte seien, mit einer guten infrastrukturellen Anbindung. Damit könne man beim Wettbewerb um Unternehmensansiedlungen punkten. Zwar spielen Logistikbetriebe am Niederrhein immer noch eine große Rolle, doch müsse man heute erkennen, dass Logistik nicht nur die Lagerung und den Transport von Gütern beinhalte. Zunehmende gehe es dabei auch um die Weiterverarbeitung von Produkten und damit um eine arbeitsintensivere Wertschöpfung.

Im Gespräch mit der NRZ betonte Landrat Wolfgang Spreen, dass man bei der Darstellung von Windenergieflächen im Regionalplan für den Kreis Kleve noch deutlichen Verbesserungsbedarf sehe. Aus seiner Sicht habe der Kreis bereits mehr als ausreichend Flächen für die Windenergie zur Verfügung gestellt. Auch das Thema Fracking müssen klar verneint werden.

Was den sozialen Wohnungsbau angehe, gebe es sicherlich noch Bedarf im Kreis Kleve. Aber man müsse auch aufpassen, nicht zu viele Immobilien zu bauen: „Leerstände sind auch nicht ungefährlich“, so Spreen. Hier müsse wohlüberlegt investiert werden.

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