Stadtgestaltung

Die SPD will den Spoykanal in Kleve umbauen

Die SPD wünscht sich eine Aufweitung des Spoykanals an der Stadthalle.

Die SPD wünscht sich eine Aufweitung des Spoykanals an der Stadthalle.

Foto: Andreas Gebbink / nRZ

Kleve.  Das Gewässer soll an der Stadthalle aufgeweitet werden. SPD-Chef Gietemann erhofft sich so mehr Aufenthaltsqualität.

Josef Gietemann wünscht sich mehr Aufenthaltsqualität am Spoykanal. Der Vorsitzende der Klever SPD möchte, dass im Zuge des dritten Bauabschnittes des Stadthallenumfeldes auch der Spoykanal in den Blickpunkt gerät: „Wir wollen, dass der Fluss zwischen Brücktor und Worcesterbrücke aufgeweitet wird, so dass man das Wasser besser erleben kann“, sagt Gietemann im Gespräch mit der NRZ. Man habe dieses Anliegen bereits zwei Mal mündlich vorgetragen und wünscht jetzt auch eine Umsetzung durch die Verwaltung.

Kanal soll breiter werden

„Wenn wir mehr Wasser in die Stadt holen wollen, dann muss der Kanal an dieser Stelle breiter gemacht werden“, sagt Gietemann. Wie man dies umsetzen könne, müsse die Verwaltung prüfen. Die Grünen hatten bereits einen Vorschlag für eine parkähnliche Gestaltung auf dem Gelände an der Lohstätte.

Von der Stadt vorgesehen ist bislang ein Gehweg entlang des Spoykanals. „Aber wir müssen noch mehr mit dem Wasser machen“, sagt Gietemann. „Der Kanal ist an dieser Stelle sehr schmal. Wenn wir ihn zu einem Erlebnis machen wollen, dann muss er breiter werden.“

Gewässerstruktur muss sich verbessern

Für die Verbesserung der Gewässerstruktur gebe es umfangreiche Fördergelder. Die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sieht sogar eine Verpflichtung vor, die Gewässerstruktur am Spoykanal zu verbessern. Im Bewirtschaftungsplan 2016/2021 für den Bereich Spoykanal / Wetering wurden bereits Maßnahmen zur Verbesserung der Uferzonen berücksichtigt.

Das Landesumweltministerium stellte Ende 2014 fest, dass der Spoykanal zwischen Wardhausen und Kleve generelle Defizite im Bereich Sohle, Ufer und Umfeld aufweise. Bis 2024 sollen Maßnahmen zur Verbesserung im Uferbereich erfolgen.

Die Straße Bleichen wird zum Uferweg für Fußgänger

Bei der Beratung für den Bebauungsplan Stadthalle (1-086-5) hat die Untere Wasserbehörde des Kreises darauf hingewiesen, dass der von Kleve aufgestellte Bebauungsplan keine Maßnahmen im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie berücksichtigt. Der Kreis erinnerte die Stadt noch einmal daran, dass man ein Maßnahmenkonzept in Kooperation mit dem Deichverband 2012 erstellt habe. Damals seien Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur vorgesehen gewesen. „Es sollte daher geprüft werden, ob hierfür entsprechende Flächen auszuweisen bzw. freizuhalten sind“, so der Kreis im November 2017.

Die Klever Stadtverwaltung teilte der NRZ auf Nachfrage mit, dass man für den dritten Bauabschnitt des Stadthallenumfeldes die Straße „Bleichen“ als Straße aufheben wolle und stattdessen ein Uferweg an den Spoykanal heruntergeführt wird. Dieser soll zum Flanieren am Wasser einladen. Grundsätzlich solle dieser Bereich naturnah umgestaltet werden, so dass auch die Wasserqualität des Spoykanals nachhaltig verbessert wird. Auch eine Aufenthaltsqualität am Wasser selbst soll geschaffen werden.

Uferzone flacher machen

Planungsamtschef Dirk Posdena erläuterte im Gespräch mit der NRZ, dass er sich durchaus vorstellen könne, dass der Spoykanal nicht nur eine flache Uferzone erhält, sondern ein wenig mäandern darf, also einen kleinen Bogen an der Stadthalle erhält. Dies würde auch den Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie besser entsprechen. Posdena sagte, dass man auch darüber nachdenke, einen Steg vor der Stadthalle zu platzieren. So werde das Wasser zum Erlebnis.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben