Historische Stätte

Die Stadt Kalkar unterstützt die Burg Boetzelaer

Der Verein Burg Boetzelaer hatte Insolvenz angemeldet. Jetzt greift die Stadt Kalkar dem Betrieb unter die Arme.

Foto: Privat

Der Verein Burg Boetzelaer hatte Insolvenz angemeldet. Jetzt greift die Stadt Kalkar dem Betrieb unter die Arme. Foto: Privat

Kalkar-Appeldorn.   Die Stadt wird sich für die historische Anlage engagieren, Personal stellen und Programm anbieten. 65 000 Euro sollen jährlich fließen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Stadt Kalkar wird dafür sorgen, dass die historische Burg Boetzelaer in Appeldorn auch in Zukunft für die Öffentlichkeit zugänglich bleibt. Wie berichtet, musste der Verein Burg Boetzelaer Insolvenz anmelden, es drohte eine Rückzahlung von 1,6 Millionen Euro an Fördergeldern. Das Geld ist in den vorherigen Jahren vom Land an die Stadt geflossen. Mittlerweile hat der Insolvenzverwalter seine Begleitung eingestellt, und Eigentümer Maximilian Freiherr von Wendt kann die Geschäfte selbstständig führen. Der Verein wurde aufgelöst.

Von Wendt bleibt Eigentümer

Harald Münzner von der Stadt Kalkar betont, dass von Wendt auch in Zukunft Eigentümer der Anlage bleiben wird und damit auch die Pflichten für Erhalt und Betrieb übernimmt. Die Stadt Kalkar wird jetzt anteilig Betriebskostenzuschüsse geben, Mieten zahlen und Personal stellen. Münzer spricht von drei bis vier Aushilfskräften, die das touristische Angebot von Burg Boetzelaer aufrecht erhalten sollen. Der Hotelbetrieb liege weiterhin in den Händen von Maximilian Freiherr von Wendt. Zurzeit agiere er praktisch alleine. Daher sollen die Aushilfskräfte der Stadt auch bei Themen wie Zimmerreservierung und Marketing aushelfen. „Für ihn ist das eine ganz wichtige und hilfreiche Lösung“, so Harald Münzner.

Es werde sichergestellt, dass die Burg von Donnerstag bis Sonntag geöffnet ist. Es werden Konzerte, Ausstellungen und die beliebten Burgführungen angeboten. „Es sind noch weitere Angebote in Verbindung mit dem Kulturraum Niederrhein geplant“, sagt Harald Münzner.

Mit dem Engagement der Stadt sei eine wirtschaftliche Basis gegeben. „Burg Boetzelaer ist für Kalkar wichtig“, sagt Münzner. Er erinnert daran, dass die Stadt damals die Fördermittel erhalten habe. Das gewählte Konstrukt sei aus heutiger Sicht als unglücklich zu bezeichnen.

Langfristiges Engagement

Und was sagt die Bezirksregierung zu dem neuen Engagement der Stadt? Hier befinde man sich in einem Austausch, sagt Münzner. Kalkar geht davon aus, mit der Sicherstellung einer öffentlichen Zugänglichkeit der Burg die Fördergelder nicht zurückzahlen zu müssen.

Harald Münzner hofft darauf, dass die jetzt gewählte Form mindestens elf Jahre halten wird. Denn so lange läuft die Bindungsfrist der Zuschüsse. Wie bereits berichtet, möchte von Wendt künftig mehr Leistungen extern vergeben. So soll bei Veranstaltungen und Tagungen ein externes Team für die Bewirtung sorgen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik