Ausbildungsmesse

Die Stadt Kleve präsentiert sich bei Nacht der Ausbildung

Die Stadt Kleve präsentierte sich (von links): Bettina Keysers, Judith van Soest, Dana Langenberg und Bürgermeisterin Sonja Northing.

Foto: Andreas Daams

Die Stadt Kleve präsentierte sich (von links): Bettina Keysers, Judith van Soest, Dana Langenberg und Bürgermeisterin Sonja Northing.

Kleve.   Die Stadt Kleve und die Umweltbetriebe nahmen zum ersten Mal an der Nacht der Ausbildung teil. Riesige Bandbreite an Berufen war zu entdecken.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Im neuen Rathaus endlich an der „Nacht der Ausbildung“ teilnehmen – das hatte sich Bettina Keysers fest vorgenommen. Hat geklappt. Jetzt steht die Fachbereichsleiterin Zentrale Verwaltung und Bürgerservice der Stadt Kleve zufrieden inmitten von jungen Leuten. Die gegenwärtigen Auszubildenden haben mit viel Engagement Präsentationen vorbereitet, kleine Filme und Stellwände. Sie gehen auf die noch jüngeren Leute zu, die zum Teil mit ihren Eltern gekommen sind, um sich den potentiellen Arbeitgeber Stadt Kleve näher anzuschauen.

Um die 30 Auszubildende beschäftigt die Stadt gegenwärtig. Aber in welchen Berufen? Da ist der Laie schon überrascht. Denn wer will, kann mit 15 Flyern nach Hause gehen – vom Fachinformatiker und Bauzeichner über die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft bis zum Kfz-Mechatroniker ist alles dabei. Natürlich auch der Stadtinspektoranwärter für die Beamtenlaufbahn mit dualem Studium und der Verwaltungsfachangestellte. Die Bandbreite ist riesig.

Dana Langenberg absolviert gerade ihr erstes Ausbildungsjahr als Verwaltungsfachangestellte. Bevor sie sich bewarb, absolvierte sie zwei Praktika. „Ich war gleich in verschiedenen Bereichen, das war wirklich spannend“, erinnert sie sich. Gerade die Stadtkasse bot ungeahnte Tätigkeitsfelder: „Da durfte ich mit rausfahren und zum Beispiel Autos stilllegen.“ Letztlich fiel ihr die Entscheidung leicht.

Die Vorbereitung verbindet

Ihre Kollegin Judith van Soest befindet sich im zweiten Ausbildungsjahr. Sie hat die damalige Nacht der Ausbildung in Anspruch genommen, um sich bei verschiedenen Arbeitgebern umzuschauen. Zusätzlich informierte sie sich bei der Stadt: „Hier hat es mir am besten gefallen.“

Für Bettina Keysers hat die Teilnahme an der Nacht der Ausbildung noch einen positiven Nebeneffekt: „Die Auszubildenden haben sich bei der Vorbereitung untereinander besser kennengelernt, das war richtig schön.“ Jetzt muss nur noch etwas von deren Begeisterung auf die Schülerinnen und Schüler abfärben.

USK stellt 2019 voraussichtlich vier Azubis ein

Darauf hofft auch Jochem Vervoorst von den Umweltbetrieben der Stadt Kleve (USK). Er hat einiges technische Gerät auffahren lassen, darunter ein ferngesteuertes großes Auto. „Hier haben wir eine tolle Plattform, uns zu präsentieren“, lobt er die Nacht der Ausbildung. „Die Jungen und Mädchen sollen sehen, dass das hier nicht Maloche ist, sondern anspruchsvoll und vielseitig. Wir sind nicht langweilig!“ Vier Auszubildende wollen die USK 2019 voraussichtlich einstellen. Nicht einfach: „Es ist schwierig, junge Leute für die Arbeit draußen zu begeistern“, sagt er.

David Ricken hat seine Ausbildung abgeschlossen, wurde übernommen und bereut seine Entscheidung nicht. „Wir haben einen tollen Maschinenfuhrpark“, sagt er, „gute Arbeitszeiten und vielseitige Tätigkeiten.“ Das wollen er und seine Kollegen den neugierigen Schülerinnen und Schülern auch so vermitteln. Die hatten vielleicht nie mehr Möglichkeiten als heute, einen Beruf zu finden – und angesichts der Bevölkerungsentwicklung auch so gute Aussichten. Da ist es ein gutes Zeichen, dass so viele junge Leute die Nacht der Ausbildung in Anspruch nehmen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik