Dreikönigssingen

Die Sternsinger ziehen durch Kleve

Zu Besuch bei Bürgermeisterin Sonja Northing (von links): Die Sternsinger der Unterstadtkirche Patrick, Linus, Robert, Jamie und Paul.

Zu Besuch bei Bürgermeisterin Sonja Northing (von links): Die Sternsinger der Unterstadtkirche Patrick, Linus, Robert, Jamie und Paul.

Foto: Niklas Preuten

Kleve.   Die ersten Spenden für Kinder in Indien gab es im Rathaus. In Donsbrüggen findet sich nur noch wenig Nachwuchs für die Aktion.

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Die Treppenstufen hinauf in das Büro der Bürgermeisterin bringen die Jungs unter ihren bunten Mäntel, den Wintermützen und selbstgebastelten Kronen im gut beheizten Klever Rathaus ins Schwitzen. „Das ist ganz schön warm“, stöhnt Linus. Die Sternsinger der Katholischen Kirchengemeinde und Propstei St. Mariä Himmelfahrt werden ihre dicke Kleidung in den nächsten Stunden noch zu schätzen lernen, denn es wird ein langer Tag an der frischen Luft. Bis zum Abend sind sie in der Unterstadt unterwegs. Den ersten Segen „20C+M+B18 – Christus segne dieses Haus“ bringen sie der ersten Bürgerin der Stadt.

Sonja Northing spendet den Kindern und ihrem Betreuer Jonas nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Geld. „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“ heißt das Leitwort des diesjährigen 60. Dreikönigssingen. Die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren, wird getragen vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend.

Vier Gruppen aus der Unterstadtkirche

Theo Kehrens Idee, die Sternsinger auch im Rathaus zu begrüßen, nahm Sonja Northing im vergangenen Jahr gerne erstmals auf. „Diese Aktion machen Kinder für Kinder. Das muss gewürdigt werden“, sagt die Bürgermeisterin. Nach dem Besuch bei ihr zieht die Gruppe weiter durch das neue Rathaus und besucht die Mitarbeiter in ihren Büros.

In einem Gespräch mit Diakon Michael Rübo hatten die Sternsinger erfahren, wofür sie in diesem Jahr sammeln. Am Morgen kleideten sie sich dann in der St.-Mariä-Empfängnis-Kirche an. Vier Gruppen mit je vier bis fünf Kindern, die größtenteils Messdiener sind, hat die Unterstadt-Kirche losgeschickt. Zum Mittagessen kommen alle zusammen.

„Wir sind so gut belegt wie im vergangenen Jahr. Glücklicherweise haben wir keine Probleme, Nachwuchs zu finden“, sagt Küster Michael Heyrichs im Wissen, dass es andernorts schwieriger ist, junge Menschen für das Dreikönigssingen zu begeistern.

Nachwuchsmangel in Donsbrüggen

In Donsbrüggen konnten sie in diesem Jahr nicht an allen Türen klingeln. Wer gerne Besuch von den Sternsingern erhalten möchte, meldet sich bei Karin Bucksteeg (02821/18588 oder per E-Mail an karin-bucksteeg@web.de). Gut 50 Menschen haben das Angebot bislang angenommen. Zu ihnen kommen die beiden verbliebenen Gruppen am Sonntag nach der Messe.

„Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir im nächsten Jahr wieder zu allen Haushalten kommen können“, sagt die Mitorganisatorin. In Spitzenzeiten waren einst elf Gruppen unterwegs, im vergangenen Jahr waren es noch fünf. „Die Kinder werden einfach weniger in Donsbrüggen“, sagt sie. „Wir werden im Team trotzdem darüber nachdenken, wie wir wieder mehr Sternsinger gewinnen können.“

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