Volkshochschule

Die VHS muss in Goch in neue Räume ausweichen

VHS-Direktor Theo Reintjes stellte im Langenberg-Zentrum in Goch das Programm für das erste Halbjahr 2018 vor.

Foto: Niklas Preuten

VHS-Direktor Theo Reintjes stellte im Langenberg-Zentrum in Goch das Programm für das erste Halbjahr 2018 vor. Foto: Niklas Preuten

Goch.   Integrationskurse bleiben stark nachgefragt. Neues Programm für das erste Halbjahr bietet auch Klettern und Online-Lernen an.

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Der Wegfall der Kursräume in einem Trakt der Arnold-Janssen-Schule, in den zum Sommer eine Kindertagesstätte einziehen soll (die NRZ berichtete), machte für die Volkshochschule Goch die Planung des neuen Halbjahresprogramms zu einer Herausforderung. Zuletzt hatten rund 500 Teilnehmer Kurse im Schulgebäude genutzt. „Nun sind wir fast über das gesamte Stadtgebiet verteilt“, sagte VHS-Direktor Theo Reintjes.

Als Kompensation für die fehlenden Räume in der Grundschule finden insbesondere am Tag Veranstaltungen zusätzlich an fünf zuvor nicht genutzten Orten statt: bei der Evangelischen Kirchengemeinde, der St.-Arnold-Pfarrgemeinde, im Kastell, im Arnold-Janssen-Haus und in der ehemaligen Pfalzdorfer Hauptschule. „Ich wünsche mir natürlich zentrale Räumlichkeiten, weiß jedoch derzeit auch nicht, wo diese liegen könnten“, sagte Reintjes. Die Veranstaltungsorte in Uedem, Weeze und Kevelaer bleiben unverändert.

12 500 Unterrichtsstunden sind geplant

Rund 12 500 Unterrichtsstunden sind für 2018 geplant. Davon entfallen wie im zurückliegenden Jahr circa 2000 auf Integrationskurse in Goch. 150 bis 200 Migranten lernen in unterschiedlichen Modulen Deutsch. Insbesondere wegen des immensen Verwaltungsaufwands, den die Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erfordert, „sind wir personell an der Grenze angekommen“, stellte der VHS-Direktor fest. Er betonte gleichzeitig die „sehr guten Kontakte“ zu anderen Einrichtungen. Etwa bei der Organisation von Prüfungen arbeiteten die verschiedenen Bildungsträger häufig miteinander, statt in Konkurrenz zu stehen.

Neben dem großen sprachlichen Bereich, in dem die VHS seit Langem wieder einmal einen Lateinkurs anbietet, erfreuen sich auch die heimatkundlichen Veranstaltungen einiger Beliebtheit. Reintjes: „Wir haben ein Stammpublikum gewonnen.“ In Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Verkehrsverein Uedem lässt sich am 12. April beispielsweise vieles über die Keppelnsche Landwehr erfahren.

Online-Lernen in „Webinaren“

Die kulturelle Bildung mit „Theaterfahrten als fester Größe und toller Ergänzung zum Angebot vor Ort“ halte sich auf einem „super Level“, sagte Reintjes, der mit Gabriele Lomm eine neue Künstlerin für Malerei-Kurse engagiert hat. Sie leitet auch die Sommer-VHS. Stark nachgefragt seien in diesem Bereich auch die Workshops zur Digitalfotografie.

Mit zwei Kletterkursen und dem Angebot „Sporttauchen für Anfänger“, das Tauchlehrer des DUC Goch begleiten, „versuchen wir, jüngere Leute anzusprechen“, so der VHS-Direktor. Einen modernen Ansatz verfolgen auch die kostenlosen medizinischen „Webinare“, bei denen die Teilnehmer in der Öffentlichen Begegnungsstätte Kevelaer zusammensitzen und auf einer Großbildleinwand den Vorträgen von live zugeschalteten Referenten lauschen. Anschließend können im Chat Fragen gestellt werden.

„Online-Lernen liegt im Trend. Wir wollen die neuen Medien nicht außen vor lassen, auch wenn die VHS immer ein Ort des gemeinsamen Erlebnisses bleiben wird“, sagte Theo Reintjes.

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