Ein Drittel des Kalkarer Rates lehnt die Stolpersteine ab

Kalkar.   Dieses Abstimmungsergebnis lässt aufhorchen. Acht Mitglieder des Kalkarer Stadtrates stimmten am Donnerstagabend gegen die Einführung des europaweit laufenden Erinnerungsprojektes „Stolpersteine“. Auch in Kalkar soll der Opfer des Nationalsozialismus mit einem Stein gedacht werden. Auf dem Stein werden die Namen und Lebensdaten notiert, sie werden vor dem letzten frei gewählten Wohnsitz in Kalkar in den Boden eingelassen.

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Dieses Abstimmungsergebnis lässt aufhorchen. Acht Mitglieder des Kalkarer Stadtrates stimmten am Donnerstagabend gegen die Einführung des europaweit laufenden Erinnerungsprojektes „Stolpersteine“. Auch in Kalkar soll der Opfer des Nationalsozialismus mit einem Stein gedacht werden. Auf dem Stein werden die Namen und Lebensdaten notiert, sie werden vor dem letzten frei gewählten Wohnsitz in Kalkar in den Boden eingelassen.

Bereits im Ausschuss für Bürgeranträge zeigte sich, dass CDU-Ratsherren gegen eine Verlegung der Stolpersteine sind. Im Ausschuss stimmten drei Ratsherren der Christdemokratischen Partei offen gegen das Projekt. Im Rat wurde dann auf Antrag des FBK-Ratsvertreters Jürgen Wenten geheim abgestimmt. 15 Ratsvertreter votierten dafür, acht dagegen und es gab eine Enthaltung.

Initiativnehmer Victor Weyers sieht durch diese Abstimmung das Projekt nicht beschädigt: „Es ist legitim, wenn so abgestimmt wird.“ Gleichwohl hätte er sich gewünscht, wenn es eine offene Entscheidung gegeben hätte, um zu wissen, wer gegen das Projekt ist. „Das hätte für mehr Klarheit gesorgt. Gerade in der jetzigen Zeit ist es wichtig, der Opfer zu gedenken und dem Schrecken zu begegnen“, so Weyers.

Die Stolpersteine sollen privat finanziert werden. Ein Stein kostet 120 Euro. Die Stadtkasse wird dadurch nicht belastet.

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