Kultur

Ein drittes Museum für Kleve wird geplant

Im Turm der Schwanenburg soll sich ein drittes Museum in Kleve etablieren.

Foto: Thorsten Lindekamp

Im Turm der Schwanenburg soll sich ein drittes Museum in Kleve etablieren. Foto: Thorsten Lindekamp

Kleve.   Das heimatkundliche Museum in der Schwanenburg soll durch kunsthistorische Unterstützung und Exponate aufgewertet werden

Immer wenn der neue Museumsreporter erscheint, neigt sich nicht nur im Museum Kurhaus Kleve das Jahr dem Ende entgegen. Die neue, fast 70 Seiten dicke Ausgabe im Jubiläumsjahr der Stadt (775 Jahre) und des Kunsthauses (20 Jahre) lässt denn auch die Ereignisse und Highlights 2017 Revue passieren. Vorgestellt werden die großen Ausstellungen im Museum Kurhaus, aber auch diejenigen im B.C. Koekkoek-Haus.

So erinnert Kuratorin Valentina Vlasic an die Präsentation der Werke aus der Sammlung Gustav und Rose Wörner, sie blickt auf das Werk der in Kleve lebenden Gitta van Heumen-Lucas, den Salon der Künstler, die Werkschau der Koreanerin Jongsuk Yoon oder die Geburtstagsausstellung Inside Intensity. Natürlich gilt der Blick auch der aktuellen Schau (bis 11. Februar) „Hendrick Goltzius und Pia Fries: Proteus und Polymorphia“.

Ein stadtgeschichtliches Museum

Besonders spannend ist die eher kleine Rubrik ‘Wissenswertes’ am Ende des Heftes. Dort berichtet Valentina Vlasic von Plänen für ein neues, drittes Museum in der Stadt. Entstehen soll „ein stadtgeschichtliches Museum in der historischen Schwanenburg“, schreibt Vlasic. Derzeit betreibt dort bekanntlich der Klevische Verein für Kultur und Geschichte/Freunde der Schwanenburg eine „Art laienhaftes Heimatmuseum, das nunmehr durch die fachkundige Unterstützung der Kunsthistoriker des Museum Kurhaus Kleve auf professionelle Füße gestellt werden“. „Die Idee“, so Vlasic, „ist es, ein ansprechendes Museum für Kleve und seine vielfältige Geschichte zu schaffen, das ausschließlich aus den Schätzen der Depots der beiden anderen Museen bestückt werden soll.“

Nicht zuletzt mit Blick auf die Besucherzahlen sicher eine reizvolle Idee. Schon jetzt besuchen jährlich zwischen 12 000 und 15 000 Besucher die Burg. „Im professionellen Gewand ließe sich das sicherlich nach oben ausbauen“, ist Vlasic sicher. Und hätte einen guten Multiplikatoreneffekt für die beiden anderen Museen. Einen zeitlichen Rahmen für die Realisierung dieser Pläne gibt es noch nicht.

Neben dieser spannenden Neuigkeit hält der Museumsreporter viele interessante Aspekte rund um den Freundeskreis und seine Aktivitäten wie Tagesausflüge und Kunstreisen bereit. Neuerwerbungen und Schenkungen sind ebenso Thema wie Restaurierungen so kostbarer Stücke wie das Amsterdamer Tafelpiano oder die Nähschatulle der Elise Thérèse Koekkoek.

Zu den Förderprojekten gehört unter anderem die Anschaffung von Marionetten für die Museumspädagogik des Koekkoek-Hauses oder die Errichtung einer Schau-Vitrine vor dem Koekkoek-Haus, „eine wichtige Außenwerbung für das Haus“, so die künstlerische Leiterin Ursula Geisselbrecht-Capecki. Die für das kommende Jahr Figurentheater-Aufführungen in ‘ihrem’ Haus plant.

Meisterstücke von Isabeau Mataré

Auch einen Vorgeschmack auf kommende Ausstellungen gibt das Heft. Museum Kurhaus lädt ein zur ersten musealen Einzelausstellung mit Installationen von Andreas Schmitten und einer Präsentation der Arbeiten des Amerikaners Haim Steinbach. Haus Koekkoek zeigt Meisterstücke aus der Silbersammlung von Isabeau Mataré sowie eine Schau mit botanischen Aquarellen und Zeichnungen.

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