Karneval

Ein Gocher Karnevalsabend mit Power

Das Gocher Prinzenpaar: Prinz Carsten I. und Prinzessin Christine I.

Das Gocher Prinzenpaar: Prinz Carsten I. und Prinzessin Christine I.

Kleve.   Goch hat seit Freitag wieder ein Prinzenpaar. Carsten I. und Christine I.  stürzten sich mit 1 400 Jecken in die fünfte Jahreszeit

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Wenn man von einem furiosen Auftakt des Sitzungskarnevals sprechen möchte, dann hat man bei der Prinzenkür in Goch voll ins Schwarze getroffen. Vor allem der Sitzungspräsident Josef Hondong drückte bei der Inthronisierung von Prinz Carsten I. (Janssen) und Prinzessin Christine I. (Linssen) von der Feuerwehr derart auf die Tube, dass der Begriff schwungvoller Fastelowend berechtigt war.

Den neuen Tollitäten konnte es nur recht sein, denn so kamen sie weniger aus Nervosität ins Schwitzen, sondern vielmehr durch die Power, die der Abend für die beiden noch bereit halten sollte.

Doch zunächst galt es die Pflicht zu absolvieren und die sah den gewohnten und beliebten Ablauf vor. Pünktlich um 19. 11 Uhr, die Gäste hatten kaum ihre Plätze eingenommen, ging es los. Mit dem Einmarsch der Standarten aller Gocher Karnevalsvereine, des Elferrates und seines Sitzungspräsidenten verwandelte sich die Gymnasium-Sporthalle in einen Narrentempel, dessen Bewohner alle außer Rand und Band zu sein schienen.

Josef Hondong präsentierte sich wieder gut aufgeräumt und brachte das jecke Volk gleich auf Betriebstemperatur: „Kaum sind die letzten Lieder am Weihnachtsbaum gesungen, und haben wir Silvester krachend absolviert, ist das Prickeln wieder ganz groß, denn es ist Karneval. Helau!“

Mit den Worten „Ob groß oder klein, wer wollte heute nicht Prinzessin oder Feuerwehrmann sein?“ fand der närrische Zeremonienmeister ganz schnell die flotte Überleitung zum eigentlichen Grund des abendlichen Treibens im Gocher Gürzenich und überließ nunmehr der prinzenstellenden Garde mitsamt dem künftigen Prinzenpaar die Bühne: „Unsere Regierung steht und sie hat die blau-weiße Fahne“, versprach er den Gästen im Saal.

Mit dem Feuerwehr-Musikzug vorneweg glich der Einmarsch der blau-weißen Armada mehr einem Triumphzug durch die Reihen im Saal bis sie denn endlich die Bühne erklomm, die ihnen an diesem Abend noch so viel bedeuten werden. Nach der kurzen, prickelnden Vorstellung eines „echten, karnevalistischen Schwergewichts“ („Mehr Prinz für Ihr Geld gibt es nicht!“) und eines „Glücksfalls, nicht nur für den Prinzen“ („Sie kann nicht nur fröhlich sein, sondern es auch erklären“) durfte dann der flugs auf die Bühne geholte Bürgermeister alles Weitere in die Hand nehmen. Für Ulrich Knickrehm war es auch bei seiner nunmehr dritten Inthronisierung seiner Amtszeit immer noch „das schönste, was einem Bürgermeister am Anfang eines Jahres passieren könne“, zumal diese Kür auch noch etwas Gemeinsames hatte: Vor zehn Jahren, so verriet er dem Publikum, hätten er und der künftige Prinz an der Theke gestanden und davon geträumt, wie es wäre, wenn Carsten „Casi“ dereinst von Ulrich „Ulli“ als neuem Bürgermeister zum Prinzen gekürt würde ...

Ein paar Jahre und Momente später war der Traum für beide wahr geworden, als Ulrich Knickrehm dem neuen Prinzen Carsten I. feierlich die Prinzenkette überreichte. Und auch für Christine sollte es nur Minuten später so weit sein: Nachdem Vorgänger-Prinz Johannes IV. von der Vrouwenpoort das Zepter an den neuen närrischen Regenten überreicht hatte, durfte auch Amtsvorgängerin Lisa I. ihre Insignien der jecken Macht, die Prinzessinnenkette, an ihre Nachfolgerin übergeben. Goch hat ein neues Prinzenpaar, Helau!

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