Design

Ein Schwan, ein Wort - einheitliches Logo für Kleve

Stadtsprecher Jörg Boltersdorf stellt die neuen Broschüren mit dem neuen Logo der Stadt Kleve vor.

Stadtsprecher Jörg Boltersdorf stellt die neuen Broschüren mit dem neuen Logo der Stadt Kleve vor.

Foto: Andreas Gebbink

Kleve.   Die Stadt Kleve hat jetzt erstmals für alle Plakate, Infobroschüren und als Aufkleber auf städtischen Fahrzeugen ein einheitliches Logo.

Ein Schwan, ein Wort. So schlicht, auf einen Blick erkennbar, kommt ab sofort die Stadt Kleve ins Bewusstsein von Bürgern und Besuchern. Ein einheitliches Erscheinungsbild fehlte Kleve bisher, stellte die Verwaltung selbstkritisch fest. Ein stilisierter Schwan und allein das Wort „Kleve“ sind nun das Markenzeichen.

Die Stadt hat ein „Redesign“ ihrer „Identity“ angekündigt, also auf deutsch: Zurück zu den Wurzeln, Identität stärken. Das Logo solle in ansprechender und zeitgemäßer Form für das „Produkt“ Stadt werben.

Das Logo der Stadt Kleve ist zuletzt 1999 erneuert worden. Es zeigte bisher in symbolischer Form Kleve als Stadt am Fluss und im Grünen. Aber auch das wurde nicht einheitlich verwendet.

Mal nutzte man das sehr kleinteilige Wappen in verschiedenen Schriftzügen und Farben, mal ein Logo. Der offizielle Kopfbogen der Stadt trug das Wappen rechts oben und gleichzeitig das KLE-Signet links unten noch dazu. Auf der Homepage im Internet guckte ein stilisierter Schwan zwischen den Worten „Stadt“ und „Kleve“ nach rechts aus dem Motiv heraus. Die Kultur- und Veranstaltungs-Plakate, ob fürs Lichterfest oder Konzerte, und die städtischen Broschüren trugen gar kein eindeutiges Erkennungszeichen der Stadt.

Der Schwan in Grau und Blau übernimmt nun die führende Rolle, einheitlich mit Wiedererkennungswert. Er wird bald alle Flyer, Plakate, Autos schmücken. Mehrkosten entstehen dadurch dem Steuerzahler nicht, denn es wird nach und nach geschehen, immer, wenn alte Broschüren vergriffen sind und eine Neuauflage nötig wird.

Schwupp – sieht man ihn überall. Auf allen Ämter-Seiten, auf der Homepage von „Kleve-tourismus.de“ bis zum offenen Datenportral. Auf Broschüren zum Schulwechsel oder Radrouten, auf Foldern für Reisemobilisten. Der Schwan allein schwimmt auf Twitter und Facebook. Er thront im Briefbogen der Stadt. Auf den städtischen Fahrzeugen ist das neue Motiv schon übernommen. Es wird aufgeklebt – das ist nur ein kleiner Kostenposten. Allein für die Umweltbetriebe erscheint da der Schwan in Orange, man sieht’s auf dem neuen Schild am Wertstoffhof, Briener Straße. Und allein auf den orangefarbenen Fahrzeugen der USK prangt er in Weiß.

Das vormalige Design des stilisierten Schwans, Kopf auf geschwungenem Hals und drei elegante Striche als Flügel, wird beibehalten, aber „der Schwan wird nach rechts gedreht und schaut Kleve an“, erklärt Stadtsprecher Jörg Boltersdorf. Das Tier blickt nur noch auf ein Wort: Kleve, ohne „Stadt“. Der Schwanenhals deute mit seiner Krümmung ein halbes Herz an.

Das alte Signet

Die Entstehung des KLE-Logos begann für den Kellener Grafiker Günni Hendricks mit einem Landkartenausschnitt. In einer immer weiter vereinfachten Darstellung lag die grüne Karte zugrunde, am oberen rechten Rand der Rhein in blauer Farbe, unten links davon als roter Punkt die Stadt Kleve. Durch die grobe Vergrößerung erhält man nur noch roten Punkt, Land als grüne Quadrate, Fluss als blaues Quadrat. Die drei Elemente Stadt, Land, Fluss wurden zusammen gesetzt mit den Buchstaben KLE, geläufig als Kürzel für Kleve auch im Kfz-Kennzeichen. Der rote Punkt bekam dann noch die Silhouette des Schwanenburgturms.

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