Nahverkehr

Eine Straßenbahn-Linie von Kleve bis Nimwegen?

(V.l.) Frits Ankringa, Pepijn Oomen, Andreas Mayer und Arthur Leenders unterzeichneten die Absichtserklärung. Foto: Dirk Schuster

(V.l.) Frits Ankringa, Pepijn Oomen, Andreas Mayer und Arthur Leenders unterzeichneten die Absichtserklärung. Foto: Dirk Schuster

Foto: WAZ FotoPool

Kleve.   Betuwe? Eiserner Rhein? So ähnlich: Eine Straßebahnlinie soll Niederrhein und Niederlande verbinden. Die Idee der Linie Kleve-Nimwegen gibt es schon gute 20 Jahre. Jetzt haben Grünen-Politiker beider Länder das Projekt neu belebt. Sie unterzeichneten in Groesbeek eine entsprechende Absichtserklärung.

„Nach zwanzig Jahren Stillstand musste sich jetzt auch mal endlich was bewegen“, betonte Andreas Mayer vom Bündnis 90/Die Grünen aus Kranenburg im Gespräch mit der NRZ. Was er damit meinte, hört sich abenteuerlich aber nicht unmöglich an: In fünf Jahren soll es zwischen Kleve und Nimwegen eine Schienenverbindung als Straßenbahn geben.

Zu diesem Zweck trafen sich Montagabend die deutschen und niederländischen Ortsverbände Kleve, Kranenburg, Groesbeek und Nimwegen zur Unterzeichnung einer entsprechenden Absichtserklärung im Kulturzentrum Groesbeek.

Entscheidung für einen Light-Rail-Zug

Wenn alle politischen Entscheidungsträger an einem Ideenstrang ziehen, dann ist die Verbindung zwischen Kleve und Nimwegen so geplant, dass in den Stadt- und Ortsbereichen von Kleve, Kranenburg und Groesbeek eine akzeptierte Einbindung als Tram-Train/Light-Rail-Zug möglich wäre. Mayer: „Der würde dann nämlich nach der Betriebsordnung-Straßenbahn fahren.“

Soll heißen: Im Ortsbereich würde auf Sicht gefahren, es gäbe kaum Schranken und Brücken oder Tunnels, die gebaut werden müssten. Und der Ausbau der Strecke Kleve-Nimwegen müsste dann nur auf eine Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometer ausgelegt werden.

Haltestellen könnten in Donsbrüggen, Nütterden, Kranenburg, Goesbeek sein. Die Kosten der Reaktivierung werden auf rund 30 Millionen Euro geschätzt. Andreas Mayer: „Wir müssen jetzt alle an einem Strang ziehen und machen, was jetzt geht.“ Außerdem hoffen die Grünen, dass es Gelder aus europäischen Töpfen und aus den Haag geben wird.

Mayer und seine Parteigenossen fordern außerdem in ihrer Absichtserklärung, dass die beteiligten Gemeinden noch in diesem Jahr ein Projektbüro errichten sollen, das die Vorbereitungen zur Herstellung der Verbindung startet. Damit die Straßenbahn zwischen Kleve und Nimwegen eben kein Traum bleibt.

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