Bürgermeisterwahl

Entscheidung zwischen Fonck und Schulz in Kalkar

Foto: NRZ

Kalkar.   Amtsinhaber lag mit 32 Prozent vier Punkte hinter Forum-Herausfordererin Dr. Britta Schulz (36 %). Beide wollen jetzt alles für die Stichwahl mobilisieren.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Sie kam lange vor den anderen Bürgermeister-Kandidaten gut gelaunt vor 18 Uhr ins Rathaus, führte lächelnd Gespräche – um dann „doch enttäuscht zu sein“, räumte SPD-Kandidatin Birgit Mosler ein. Denn das Rennen machten am Sonntagabend Herausfordererin Britta Schulz (36 Prozent) vom Forum und Amtsinhaber Gerd Fonck (32 Prozent, CDU). Anders als bei der Kommunalwahl 2014 verlief der Abend mit bis zu 150 Personen eher gelassen.

Lange sah es nach Vorteil für Fonck aus

„Mit einem Durchmarsch hab ich auch nicht gerechnet, weder von mir noch von einem anderen Kandidaten“, sagte ein leicht angespannter Gerd Fonck. Der war gerade aus Bad Sassendorf zurück, wo er für Grieth eine Silbermedaille im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ entgegen nehmen konnte – und im Bürgermeister-Wahlkampf nur mit dem zweitbesten Ergebnis seine persönliche Silbermedaille bekam.

Wahl 2015 Dabei sah es anfangs nach Auszählung der ersten von 18 Wahlbezirken (der 18. waren die über 1300 Briefwähler, bei deren Auszählung es lange hakte) nach leichtem Vorteil für Fonck aus, der sich aber immer mehr umdrehte. Grieth holte Fonck zwar mit 34 Prozent, die SPD schaffte 31, das Forum 25 Prozent. Doch in Wissel oder Niedermörmter (Schulz 49 %, Fonck 21 %, Mosler 21 %) sah’s schon anders aus, oder in Hönnepel (Schulz 60 %, Fonck 18 %, Mosler 13 %).

„Wir fangen morgen an zu plakatieren“, reagierte Fonck nicht wirklich überrascht auf die Stichwahl, während Dr. Britta Schulz, „mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, sofort Gespräche mit den übrigen Fraktionen führen will, „um sie für uns zu gewinnen“. Es gehe jetzt um die Abwahl Foncks.

Uwe Gaida kam erst gar nicht

Während sich der parteilose Kandidat Uwe Gaida, der etwa zwei Prozent der Stimmen für sich verbuchen konnte, erst gar nicht im Rathaus sehen ließ, fand Günter Pageler (FBK) sein Ergebnis mit etwas mehr als sieben Prozent „gar nicht so schlecht“ – für die Möglichkeiten, die die FBK habe. „Ab sofort geht’s jetzt gegen Fonck“, lautete seine Devise. Er werde jedenfalls in den nächsten zwei Wochen alles für einen Wechsel im Rathaus mobilisieren.

Für den sich auch die FDP stark macht, die Sonntag noch für SPD-Kandidatin Mosler gestimmt hatte. „Wir geben keine Wahlempfehlung an unsere Mitglieder heraus“, stellte Boris Gulan (FDP) klar.

Enttäuscht von der zunächst sehr niedrigen Wahlbeteiligung, die sich wegen der Briefwahl doch noch auf fast 54 Prozent erhöhte, war nicht nur Anika Kempkes von Foncks Wahlkampf-Team. Weil wirklich alle im Wahlkampf alles gegeben hätten, wie sie betonte.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben