Auszeichnung

Stefan Reichmann: Erst Messdiener, dann Pop-Botschafter

Queeken-Chefin Steffi Neu hat den neuen Ordensträger Stefan Reichmann in Haldern besucht, mit dabei war auch Sitzungspräsident Robert Terheiden.

Foto: Christian Breuer

Queeken-Chefin Steffi Neu hat den neuen Ordensträger Stefan Reichmann in Haldern besucht, mit dabei war auch Sitzungspräsident Robert Terheiden. Foto: Christian Breuer

Uedem-Keppeln.   Keppelner Möökeshüss-Orden geht an Stefan Reichmann, Gründer des Haldern Pop-Festivals. Als brave Messdiener fing er an.

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Als Willi van Doornick den neuen Träger des „Ordens van et Möökeshüss“ der Karnevalsgesellschaft Queekespiere in Keppeln verkündet, schaut er zunächst in einige fragende Gesichter. Ausgezeichnet wird in diesem Jahr Stefan Reichmann – der Mann, der hinter dem weit über die Grenzen bekannten Festival „Haldern Pop“ steht. Als van Doornick den Namen des Festivals erwähnt, fällt bei den Besuchern im Keppelner Festzelt der Groschen.

Die Queekespiere zeigen damit einmal mehr, dass Tradition und Brauchtum durchaus auch mit der Welt der Moderne verknüpft sein können. Der „Orden van et Möökeshüss“ wird von den Karnevalisten seit 1978 alljährlich an Menschen verliehen, die sich in besonderer Weise um den Erhalt von Brauchtum oder Mundart verdient gemacht haben. Hanns-Dieter Hüsch hat ihn zum Beispiel erhalten, Hein Ries und Willi Fährmann.

Rob Miesen hält die Laudatio

Dass die Wahl auf Reichmann und das Haldern Pop fiel, liegt nicht zuletzt an der Geschichte des Festivals. Hervorgegangen ist es aus einer Messdienergruppe aus Haldern, die erstmals 1981 zu einer Party einlud. Drei Jahre später waren die Messdiener so erfolgreich, dass erstmals Bands eingeladen wurden — mittlerweile kommen jedes Jahr 7000 Musikliebhaber an den Niederrhein, um auch die großen Namen der Pop-Branche zu sehen. „Es gibt Leute, die mit dem Festival groß geworden sind“, sagt Reichmann.

Für Jugendliche und Rentner

Jugendliche kommen ebenso nach Haldern wie Gäste, die schon lange das Rentenalter erreicht haben. Der Kirche ist das Festival verbunden geblieben, noch immer gibt es Konzerte im örtlichen Gotteshaus. Reichmann selbst ist im Pfarrgemeinderat von St. Georg Haldern aktiv. Das Festival selbst ist fest in dem Ort verankert, man hilft sich gegenseitig in dem Reeser Stadtteil. Und viele Besucher, ob Gäste oder Stars, lernen durch das Festival den Niederrhein überhaupt erst kennen.

Verliehen wird der „Orden van et Möökeshüss“ am Sonntag, 12. November. Zunächst wird eine Mundart-Messe ab 9.30 Uhr in St. Jodokus gefeiert. Nach dem Gottesdienst geht es dann zur feierlichen Matinee in die Bürgerbegegnungsstätte „Zur Dorfschule“, die um 11 Uhr beginnt. Die Laudatio wird Rob Miesen halten, der Ordensträger des vergangenen Jahres.

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