Kommentar

Erste Landrätin im Kreis Kleve - ein historisches Ereignis

Andreas Gebbink

Andreas Gebbink

Foto: Miriam Fischer / funkegrafik nrw

Kreis Kleve.  Der Wahlkampf ums Kreishaus war dennoch nicht inspirierend. Beide Kandidaten hatten nur wenige Antworten auf die drängenden Probleme der Zeit.

Silke Gorißen ist die erste Landrätin im Kreis Kleve. Das ist ein historisches Ereignis, und die Wahl hat Gorißen letztlich auch verdient gewonnen. Die Ergebnisse zeigen, dass sie einen großen Rückhalt in der CDU-Wählerschaft genießt. Ihr traut man am ehesten den Wandel in der Kreisverwaltung zu und auch die wichtigen politischen Themen wie die Gestaltung des Klimawandels, die Energiewende, die Verkehrswende und nicht zuletzt die Zusammenführung der Gesellschaft.

SPD muss eine schonungslose Wahlanalyse betreiben

Die SPD wird in den nächsten Tagen eine schonungslose Wahlanalyse betreiben müssen und auch über Personalfragen zu entscheiden haben. Sowohl auf Kreis- als auch auf Stadtebene hatte man sich viel Mühe mit einem Programm gegeben. Aber letztlich den Wähler nicht erreicht. Es war auch keine gute Strategie der ehemaligen Volkspartei in vielen Kommunen keinen eigenen Kandidaten aufzustellen (u.a. Kleve, Bedburg-Hau, Kranenburg, Uedem, Weeze, Kreis Kleve). Die SPD sendete damit ein fürchterliches Signal: Sie hat den Anspruch aufs Bürgermeisteramt bereits im Vorfeld aufgegeben.

Silke Gorißen muss im Kreishaus mehr Profil zeigen

Der Wahlkampf auf Kreisebene wurde intensiv geführt, ja, aber er war wenig inspirierend und zukunftsweisend. Der Klimawandel zwingt uns zu gewaltigen Veränderungen und beiden Kandidaten ist da nicht sehr viel eingefallen. Peter Driessen musste permanent Rücksicht nehmen auf die Belange von SPD, Grüne und FDP – heraus kamen keine klaren Vorstellungen von der Zukunft des Kreises. Und Silke Gorißen? Nun, als CDU-Kandidatin schreitet sie in Sachen Klimaschutz nicht gerade voran. Als Landrätin wird sie diesbezüglich mehr zeigen müssen – der Wandel wird sie dazu zwingen.

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