Schule

Farbkleckse im Gesicht

Ran an die Farbe, so hieß es für Schüler, Eltern und Lehrer des Gocher Hubert-Houben-Gymnasiums.

Ran an die Farbe, so hieß es für Schüler, Eltern und Lehrer des Gocher Hubert-Houben-Gymnasiums.

Foto: WAZ FotoPool

Goch.   38 Klassenräume des Gocher Hubert-Houben-Gymnasium wurden renoviert. Eine besondere Aktion.

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Samstag um 11 Uhr im D-Gebäude des Hubert-Houben-Gymnasiums. Dort, wo normalweise die Oberstufe fleißig büffelt, heißt es aus dem Lautsprecher: „Absolut perfekt“. Dieser Slogan des Radiosenders „EinsLive“ schallt durch den Flur. Absolut perfekt sind seit dem Wochenende auch Schüler, Eltern und nicht zuletzt die Lehrer. Denn nach zwei Jahren Vorbereitung ging an einem schulfreien Tag eine große Renovierungsaktion über die Bühne.

1150 Liter weiße Farbe

„Das kennt man von anderen Schulen auch, dass Klassenräume renoviert werden“, hieß es von Stadtsprecher Torsten Matenaers. Aber gleich 38 auf einen Schlag, das sei schon ungewöhnlich. Die Verwaltung sagte okay und spendierte sage und schreibe 1150 Liter weiße Farbe, 1500 Quadratmeter Abdeckfolie und 5,7 Kilometer Klebeband. Weitere Sponsoren sorgten für einen guten Tag. Klar durften da Würstchen, Kuchen und Getränke zur Stärkung der Helfer nicht fehlen. Damit alles reibungslos klappte, hatte Lehrer Norbert Schütmaat gemeinsam mit den Schülern Gilbert Wehren und Hanna Verführt und den Eltern Andre Hoiboom, Peter Tiede-Arlt und Bettina Kracht bereits im letzten Jahr in einem Klassenraum einen Probelauf gestartet. „Das hat damals alles sehr gut geklappt, dank des besonderen Einsatzes des Lehrers Schütmaat“, so die Schulpflegschaftsvorsitzende Bettina Kracht. Er habe auch alles für den Samstag akribisch vorbereitet, lobt sie gemeinsam mit Schulleiter Dr. Christoph Peters dieses Engagement.

Während eine AG die Aktivitäten filmt, einige Schüler zum Relaxen die großen Figuren des Mensch-ärger-dich-nicht-Spiel auf dem Schulhof bewegen, eine bunt gemischte Schar die Hits der heutigen Zeit gemeinsam singen, ist Mutter Stefanie Kühn im Dauereinsatz – und das schon, wie viele, seit Freitag. Fußleisten säubern steht für sie auf dem Programm. „Eine Stunde braucht man pro Raum“, weiß sie und findet wichtig, „dass die Schüler mit in die Verantwortung genommen werden.“ Vielfach hätten sie erkannt, dass etwa Kaugummis an Wand und Heizung nicht sein müssten. „Wenn sie selbst erkennen, wie schwierig es ist, die zu entfernen, dann ist das eine gute Sache.“

Lehrer Norbert Schütmaats Spannungsbogen zeigt eine Viertelstunde vor Aktionsende nach unten. Nicht ohne Grund: Denn 37 Klassenräume erstrahlen in neuem Glanz. Und Nummer 38 wird auch pünktlich um zwölf fertig. Die helfende Hände der Schulpflegschaftsvorsitzenden Bettina Kracht machen es unter anderem möglich. Sie sind im Raum D 207 noch gefragt. Gesagt, getan – und auch dieser Raum zeigt seit Samstagmittag keine Spuren mehr von Paketkleber oder Fußabtritten an den Wänden.

Ein positives Fazit gibt’s zum Abschluss von Schulleiter Dr. Peters: „Ich glaube, dass von diesem Tag in Jahren noch viele reden werden.“

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